Eröffnung

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Eröffnung Wortgottesdienst Eucharistiefeier Entlassung



Menschen verschiedener Generationen und Schichten versammeln sich am Sonntag, häufig auch unter der Woche, zur Feier der Eucharistie. Sie tun dies als von Christus Geladene. Christus selbst ist der Gastgeber und der primär Handelnde in der Feier. Weil jede versammelte Gemeinde eine Kirche im Kleinen, d.h. Abbild des Leibes Christi ist, versammelt sie sich zu Lobpreis und Bitte um ihren Herrn, um ihm in Wort und Sakrament zu begegnen, vertieft eins mit ihm zu werden und so gestärkt in der Welt zu leben.

 

Einzug und Verehrung des Altares

Der Einzug des Vorstehers der Feier (Priester oder Bischof) und der besonderen Dienste ist eine symbolische Handlung, mit der die ganze versammelte Gemeinde in die Feier eintritt. Daß es um mehr als nur ein Ankommen im Altarraum geht, wird am Begleitgesang deutlich. Ebenso wie der lateinische Introitus, der im Deutschen als Eröffnungsvers fortlebt, soll ein entsprechend ausgewähltes Lied uns in die Feier und das Thema des Tages einführen und uns alle als feiernde Gemeinschaft erleben lassen. Ziel des Einzuges ist der als Zeichen für Christus verstandene Altar, der entsprechend verehrt wird.

 

Begrüßung der Gemeinde

Mit dem Kreuzzeichen stellt sich die Gemeinde ganz unter den gegenwärtigen Herrn. Die mit „Begrüßung“ eigentlich nur unzureichend charakterisierte Formel Der Herr sei mit euch – Und mit deinem Geiste bringt genau diese Präsenz Christi in Vorsteher und Gemeinde zum Ausdruck. Man spricht sich gegenseitig die in der Taufe verliehene Gnade des Heiligen Geistes zu, durch die man mit Christus und untereinander verbunden ist.

 

Allgemeines Schuldbekenntnis (Bußakt)

Wir wissen, daß wir dieser Verbindung mit Christus und untereinander nie wirklich gerecht werden können. Deshalb bekennen wir unsere Schuld und bitten um Vergebung. So können wir im Bewußtsein feiern, mit unseren Grenzen, Fehlern und unserer Schuld von Gott angenommen zu sein.

 

Kyrie

Auch wenn die Rufe um Erbarmen zunächst wie eine Fortsetzung des Bußaktes wirken, so handelt es sich eigentlich um ein Bekenntnis der Barmherzigkeit Christi, an den die Rufe gerichtet sind und den die Gemeinde als ihren Herrn und Herrscher anerkennt. Daß diese Rufe in griechischer Sprache erhalten geblieben sind, zeugt von ihrer alten Verwurzelung in der römischen Liturgie, deren Sprache zunächst das Griechische war.

 

Gloria

Die lobpreisende und verehrende Dimension erhält mit dem Gloria ihre Entfaltung. Ausgehend vom Lobgesang der Engel in Lk 2, 14 aus Anlaß der Geburt Christi, entfaltet sich dieser aus dem Osten stammende Hymnus, der zu den ältesten der Christenheit gehört. Während der zweite Abschnitt an Gott, den Vater, gerichtet ist und ihn als König der ganzen Schöpfung rühmt, wendet sich der dritte Abschnitt an Jesus Christus selbst. Unter Aufnahme der Kyrie-Rufe wird die Erlösung in Jesus Christus gepriesen, durch die Erde und Himmel eine grundlegende Versöhnung erfahren haben. Das dreifache „du allein“ anerkennt die Herrschaft Christi und seine Göttlichkeit:

Ehre sei Gott in der Höhe
und Friede auf Erden
den Menschen seiner Gnade.
Wir loben dich,
wir preisen dich,
wir beten dich an,
wir rühmen dich und danken dir,
denn groß ist deine Herrlichkeit:
Herr und Gott, König des Himmels,
Gott und Vater, Herrscher über das All.
Herr, eingeborener Sohn, Jesus Christus,
Herr und Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters,
du nimmst hinweg die Sünde der Welt:
erbarme dich unser;
du nimmst hinweg die Sünde der Welt:
nimm an unser Gebet;
du sitzest zur Rechten des Vaters:
Erbarme dich unser.
Denn du allein bist der Heilige,
du allein der Herr,
du allein der Höchste:
Jesus Christus,
mit dem Heiligen Geist,
zur Ehre Gottes des Vaters.
Amen.

 

Tagesgebet

Das Tagesgebet schließt nicht nur formal den Eröffnungsteil ab, sondern soll alles, was die Gemeinde beim Eintritt in die Feier bewegt hat, nochmals zusammenfassen und vor Gott bringen. Nicht selten wird auch hier ein Bezug zum Festgeheimnis oder Tagesheiligen hergestellt. Das Gebet wird vom Vorsteher im Namen der ganzen Gemeinde gesprochen, die es durch das abschließende Amen bestätigt.