Aktuelles


Auf dieser Seite finden Sie neben aktuellen Terminen und Informationen auch Hinweise auf beachtenswerte Publikationen. Weitere Seiten mit Bezug zum laufenden Monat: der Inhalt der aktuellen Ausgabe und ein liturgischer Kalender für das deutsche Sprachgebiet mit einer ganzjährigen Namenstagsübersicht.
 

Gebetsanliegen des Papstes
 

Papst Franziskus, umringt von Menschen auf dem Petersplatz, Foto: DunnPapst Franziskus, umringt von Menschen auf dem Petersplatz,
Foto: Morgan Dunn – Eigenes Werk (Ausschnitt), CC BY-SA 4.0
https://t1p.de/2jfh


Gebetsanliegen für Dezember 2019

– Beten wir, dass jedes Land eine gesicherte Zukunft der Jüngsten – besonders derer, die Leid tragen – zur Priorität erklärt und dementsprechend die notwendigen Schritte unternimmt.

Weitere Informationen zum monatlichen Gebetsanliegen sowie geistliche Kurzimpulse für jeden Tag finden Sie auf den Internetseiten des Weltweiten Gebetsnetzwerks des Papstes.

Monatlich wird vom Vatikan ein zentrales Gebetsanliegen veröffentlicht, das der Heilige Vater allen Glaubenden ans Herz legt. Eine Möglichkeit, sich mit dem Papst im aktuellen Gebet zu verbinden, bietet ferner die Dokumentation von Audienzen und Angelusgebeten auf den Seiten der vatikanischen Informationsdienste – dort lässt sich nachverfolgen, in welchen aktuellen Anliegen Papst Franziskus gebetet hat.

 

Ökumenischer Fürbittkalender
 

Diese Woche beten wir für



In Gottes Händen
Glaubende weltweit beten füreinander

„Das Gebet ist das Herzstück der ökumenischen Bewegung“, heißt es auf den Internetseiten des Ökumenischen Rates der Kirchen zum Ökumenischen Fürbittkalender. „Jesus hat darum gebetet, dass wir eins sein mögen, geeint in Gott im Geheimnis der Dreieinigkeit. Dies ist die Grundlage und das Ziel unseres Strebens nach Einheit.“

Weil der Anfang dieser Einheit im Gebet liegt, ja, weil das Gebet füreinander diese Einheit im Anfang schon ist, lädt der Ökumenische Fürbittkalender ein, im Jahreslauf aller Gegenden der Erde zu gedenken. Sich im Gebet mit Glaubenden in aller Welt zu verbinden, das heißt, einander Gottes Hand anzuvertrauen. Es heißt auch, Bewusstsein füreinander zu entwickeln. Sehen zu lernen, in welcher Lage sich andere Menschen befinden und was sie uns zu sagen und mitzugeben haben.

Wenn Sie im Fenster „Diese Woche beten wir für…“ auf die Ländernamen klicken (am besten mit Rechtsklick einen neuen Tab öffnen), werden Sie zur Webpräsenz des Weltkirchenrats – www.oikoumene.org – weitergeleitet. Auf der entsprechenden Seite finden Sie Anregungen für Ihr fürbittendes Gebet, die auf die betreffende Erdregion zugeschnitten sind.

Den Anregungen zugrunde liegt der ökumenische Fürbittkalender In Gottes Hand. Gemeinsam beten für die Welt. Gebete aus der weltweiten Ökumene / in Zusammenarbeit mit dem Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) hrsg. von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK). Aus dem Englischen übersetzt von Friederike Gralle, Frankfurt/Main: Lembeck, Paderborn: Bonifatius 2008.

 

Termine
 

Frankfurt-Bornheim, Heilig Kreuz, von OstenHeilig-Kreuz-Kirche Frankfurt am Main-Bornheim, Ostseite · Foto: JBU

Ökumenisches Stundengebet Rhein-Main
Abendlob im Meditationszentrum Heilig Kreuz, Frankfurt-Bornheim

Seit 2007 ist die Heilig-Kreuz-Kirche im Frankfurter Stadtteil Bornheim Sitz des Zentrums für christliche Meditation und Spiritualität des Bistums Limburg, des ersten seiner Art in Deutschland. Dort können Interessierte sich auf unterschiedlichsten Wegen geistlich bilden; Kontemplatives Beten gehört ebenso zum Programm wie Zen und Exerzitien. Seit Januar 2019 gibt es ein monatliches Abendlob. Jeweils am letzten Sonntag findet es um 18.00 Uhr statt. Mitglieder des Netzwerks Ökumenisches Stundengebet bereiten die Gottesdienste vor.

Nächste Termine:
29.09. · 27.10. · 24.11. · 29.12. · 26.01.2020 · 23.02.2020

Am Samstag, dem 25. Januar 2020, findet von 9.00 Uhr bis 17.30 Uhr unter Leitung von MAGNIFICAT-Redaktionsleiter Johannes Bernhard Uphus ein Studientag „Stundengebet erLeben“ statt.

Heilig Kreuz – Zentrum für christliche Meditation und Spiritualität · Kettelerallee 45 · 60385 Frankfurt
Tram 14 Ernst-May-Platz (Endhaltestelle) · U7 Eissporthalle/Festplatz

meditationszentrum.bistumlimburg.de

 

 

Informationen

 

Schmale blaue Titelseite mit Magnificat-Schriftzug; Miniatur Mariä Heimsuchung: Elisabeth begrüßt Maria

Seit Dezember 1994 auf dem Markt
25 Jahre deutschsprachiges MAGNIFICAT

Auf ein Vierteljahrhundert unseres Stundenbuchs blicken wir in diesen Tagen dankbar zurück – ereignisreiche Jahre sowohl im Weltgeschehen als auch in der Kirche. Geistliche Orientierung, so sind wir überzeugt, braucht es gerade in krisenhaften Zeiten wie heute, wo Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Frage gestellt werden und die Christenheit durch das Bekanntwerden von Missbrauch und Vertuschung im Innersten erschüttert ist. Mehr denn je ist jede, jeder einzelne Glaubende gefordert, sich der eigenen Wurzeln zu vergewissern und zu den Kraftquellen vorzudringen, die die christliche Überlieferung bereithält. Dass dies mithilfe der Heiligen Schrift und des Stundengebets möglich ist, dafür steht unsere Monatsschrift.

Wer betet, ist nie allein

Weil Stundengebet von vornherein in Verbindung mit anderen geschieht – MAGNIFICAT stellt die Verbindung zur weltweiten Kirche greifbar her –, steckt ein besonderes Potential darin: Wer betet, ist nie allein. Um dies auch im Kleinen erfahrbar zu machen, werden wir in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen künftig Einkehrtage und Schulungen anbieten, bei denen Sie, liebe Leserinnen und Leser, erleben können, wie Stundengebet in Gemeinschaft auch in Ihrer persönlichen Umgebung möglich ist.

Menschen auf den Treppenstufen am Montmartre in Paris, im Hintergrund die Kirche Sacré-CoeurAm Montmartre: Heidi Rose, Friedrich Lurz, Susanne Sandherr,
Johannes Bernhard Uphus (von links) · Foto: Regina van Rennings


Internationaler Austausch

Ende November ist ein Teil unserer Redaktion nach Paris gereist, um den Austausch mit der internationalen MAGNIFICAT-Familie zu suchen. Es waren äußerst inspirierende Gespräche, die auch interessante Möglichkeiten künftiger Zusammenarbeit aufgezeigt haben. Dass wir anschließend noch die Zeit fanden, zum Montmartre hinaufzusteigen, hat im Rückblick durchaus zeichenhafte Bedeutung: Wer sich dort mit welchen Motiven auf den Stufen zu Sacré-Coeur hinaufbewegt, lässt sich äußerlich kaum beurteilen. Viele werden den Blick auf die Metropole genießen wollen (der an diesem Tag außerordentlich trüb war!), aber manch eine(r) mag durchaus auch von der Kirche hoch oben fasziniert sein. Sie ist dem Herzen Jesu geweiht – und es bleibt wichtig, dass mitten unter den Vielen Menschen unterwegs sind, die etwas von seiner Liebe in sich tragen.

 

 

Porträt Bischof Franz-Josef Overbeck, EssenBischof Dr. Franz-Josef Overbeck · Foto: Nicole Cronauge, Bistum Essen

Weihnachtsgedanken von Bischof Overbeck

Neues zu beginnen und ganz am Anfang zu stehen, das fasziniert. In der Bibel, so Bischof Franz-Josef Overbeck aus Essen in seiner Weihnachtshomilie, zeigt sich immer wieder, dass Gott mit großem Vertrauen Anfänge setzt. Gott ist ein Gott des Anfangens, der Bereitschaft zum Neuen, des Wagnisses und des Vertrauens.

Lesen Sie in unserer Jubiläums-Ausgabe zum 25-jährigen Bestehen des deutschsprachigen MAGNIFICAT, was diese Bereitschaft zum Neuen für unser Feiern von Weihnachten bedeutet.

 

Blick über eine Straße auf das Westwerk des Klosters Heidenheim mit seinen beiden TürmenKloster Heidenheim in Mittelfranken, Klosterkirche von Westen · © JBU

Blick durch dunkleres romanisches Kirchenschiff in einen lichten gotischen ChorraumKloster Heidenheim in Mittelfranken, Inneres der Klosterkirche · © JBU

Neues Leben in alten Mauern
Kloster Heidenheim in Mittelfranken

Kennen Sie die drei fränkischen W? Nein? Ein Tipp: Es geht nicht um eine regionale Internet-Variante. Sondern um drei Geschwister, die im 8. Jahrhundert nicht nur für die Christianisierung Frankens Großes geleistet haben: Willibald, Wunibald und Walburga. Die drei stammten aus dem Süden Englands und waren möglicherweise Verwandte von Bonifatius; jedenfalls wirkten die beiden etwa gleichalten Brüder mit bei dessen Anstrengungen, Deutschland das Christentum zu bringen. Willibald, der älteste, wurde nach einer Pilgerfahrt nach Rom und ins Heilige Land, wo er mehrere Jahre zubrachte, Gründer und erster Bischof von Eichstätt. Wunibald, in Rom theologisch ausgebildet, gründete 752 das Benediktinerkloster Heidenheim, wo er 761 starb. Nach seinem Tod übernahm die rund 10 Jahre jüngere Schwester Walburga als Äbtissin die Leitung des Konvents, den sie in der Folge zum Doppelkloster erweiterte.
Nach erneuter Blüte im 12. Jahrhundert und wechselvollen Entwicklungen im Mittelalter wurde das Benediktinerkloster 1537 in der Reformation aufgehoben. Die Klosterkirche wurde 1551 zur evangelischen Pfarrkirche, die Klosteranlage diente bis etwa 1960 als Amts- und Wohngebäude.
Um das Kloster mit seinem gotischen Kreuzgang für die Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen, riefen das evangelische Dekanat Heidenheim und die Marktgemeinde Heidenheim 2006 einen Zweckverband ins Leben, der „in diesem fränkischen Urkloster neue Räume für geistliches und kulturelles Leben und für Begegnung im ökumenischen Sinn“ eröffnen möchte. Im März 2019 konnte die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts feierlich begangen werden. Seither ist der Kreuzgang wieder zugänglich, erfüllt vom machtvollen Taktschlag einer alten Turmuhr, der mit „Ticken“ nur unzulänglich beschrieben wäre. Im Klosterladen lässt sich wunderbar stöbern, und man bekommt freundliche Auskunft in allem, was das Kloster betrifft. Und die behutsam-schlicht gehaltenen Räume des Obergeschosses bieten einen angenehmen Rahmen für Meditation, Seminare und andere Veranstaltungen. Im bereits eröffneten Klostergasthof entstehen ferner Gästezimmer, sodass bald auch Übernachtungen möglich sein werden. Dies hat nicht zuletzt für Pilger erhebliche Bedeutung, denn Heidenheim liegt nicht nur an einer uralten Route des Jakobsweges. Neben dem katholisch geprägten Eichstätt bildet es mit dem neu erstandenen Kloster und der beeindruckenden Kirche sozusagen den evangelischen Pol des Ökumenischen Pilgerwegs, der seit einigen Jahren an das Wirken der drei Geschwister erinnert.

www.kloster-heidenheim.eu

 


Medienempfehlungen

 

Ordensfrau in Ordenstracht, wendet der Kamera den Rücken zu

Vom Ordensleben in Mitteldeutschland
Die Schwestern von der heiligen Elisabeth

Wenn „normale“ Menschen Ordensleuten begegnen, kann das zu eigenartigen Situationen führen. Vor Jahren erzählte eine Schwester, wie sie einmal jemandem entgegnet habe, der mit sehr festgelegten Vorstellungen auf sie zugekommen sei. „Sprechen Sie jetzt mit der Tracht, oder mit der, die sie trägt?“
Ein Kunstbuch, das 2019 im Mitteldeutschen Verlag in Halle erschienen ist und von Ordensfrauen berichtet, zeigt auf beeindruckende Weise, wie das gelingen kann: ein einfühlsames Gespräch mit Menschen, die in unserer Welt eine alles andere als gängige Lebensform gewählt haben. Marco Warmuth (Fotos) und Tina Pruschmann (Text) haben die Schwestern von der heiligen Elisabeth über zwei Jahre begleitet und jede von ihnen portraitiert. Herausgekommen ist ein Band, der das außergewöhnliche Leben dieser markanten Frauen lebhaft und authentisch vor dem Auge des Lesenden erstehen lässt. Vom Grundimpuls der Gemeinschaft, bedürftige Kranke unentgeltlich zu pflegen – inspiriert von der heiligen Elisabeth von Thüringen –, bis hin zum Geschick so vieler Orden heutzutage, die mit Nachwuchsmangel konfrontiert sind: all das kommt im Buch zur Sprache, und doch stets rückgebunden an den je eigenen Lebensweg jeder Schwester, die überraschend unterschiedlich ausgefallen sind. Was bedrückt, ist: die Schwestern wissen, dass sie zumindest in Deutschland die letzte Generation ihrer Gemeinschaft sind. Tröstlich hingegen das Ja zu dieser Lebensform, das trotz der fehlenden Zukunft in vielen Farben berührend aufscheint.

Johannes Bernhard Uphus

Marco Warmuth, Tina Pruschmann, gottgewollt. Das Leben der Ordensschwestern von der heiligen Elisabeth, Mitteldeutscher Verlag, Halle 2019, Bild-Text-Band, geb., 200 × 260 mm, 320 S., ISBN 978-3-96311-219-5, 60 € (D), 61,70 (A)

 

Blick von oben in die Ausgrabungen im Innenraum einer gotischen Kirche

Ausgrabungsdokumentation
St. Leonhard in der Frankfurter Altstadt

Seit ihrer 800-Jahr-Feier im August 2019 ist sie wieder für die Öffentlichkeit zugänglich: die Kirche St. Leonhard in der Frankfurter Altstadt, an der Mainuferpromenade und unweit vom Römerberg gelegen. Sie ist die älteste der acht Frankfurter Altstadtkirchen, eine im heutigen Zustand fünfschiffige Hallenkirche mit drei Chor- und verschiedenen weiteren Anbauten. Während ihrer 2009 begonnenen Innensanierung bestand erstmals die Möglichkeit, eine systematische archäologische Untersuchung in ihr durchzuführen. Sie erstreckte sich nicht nur auf die umfangreiche und teils komplizierte Baugeschichte der Kirche, sondern neben erstaunlichen kunstgeschichtlichen Funden insbesondere auch auf die verschiedenen Gräber, die in ihrem Verlauf zutage gefördert wurden. Die Ergebnisse der baugeschichtlichen und anthropologischen Untersuchungen (nicht die der kunstgeschichtlichen) sind nun in einem äußerst detailreichen Band dokumentiert, der vom Denkmalamt der Stadt Frankfurt am Main herausgegeben, 2019 im Frankfurter Druck- und Medienhaus Henrich erschienen ist. Fünf namhafte Autorinnen und Autoren tragen darin Erkenntnisse zusammen, die nicht nur ein hoch komplexes Bild des Kirchengebäudes ergeben. Auch die systematische Erforschung der mehr als 100 (!) darin bestatteten Männer, Frauen und Kinder lassen faszinierende Rückschlüsse auf die Lebensweise der Frankfurter Oberschicht zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert zu. Der prächtig ausgestattete Band steht beispielhaft für heutige historische Forschung, die wesentliche Einsichten auch naturwissenschaftlicher Methoden verdankt.

Johannes Bernhard Uphus

Andrea Hampel, Kurt W. Alt, Petra Held, Franziska Martens, Lioba Renner, St. Leonhard in der Frankfurter Altstadt. Archäologie, Anthropologie, 29,7 x 21 cm, 296 S., ISBN: 978-3-96320-003-8, 25,00 € (D), 25,70 € (A), ab 1. Januar 2020: 31,00 € (D), 31,90 € (A)

 

Buchtitel Ballhorn, Steins u.a., 73 Ouvertüren

Im Anfang...

Dunkel im Saal. Alle sitzen, gespannte Stille. Da plötzlich, der erste Ton, eine erste Folge von Tönen: Sofort entsteht Atmosphäre. Die quirligen Achtel von Mozarts Figaro, in denen die ganze Turbulenz der folgenden Handlung den Raum füllt, oder das Liebesmahl-Thema aus dem Parsifal, zu dem später die Worte „Nehmet hin meinen Leib“ erklingen werden: Ouvertüren tun eine Welt auf.

„Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde“: ein Satz von ganz ähnlicher Wirkung. Nur fundamentaler, allumfassender. Wie eine „Stimme aus dem Nichts, die alles überschaut, sogar den Anfang von allem“ – so heißt es im Band 73 Ouvertüren über den Beginn der Genesis (25).

Ein genialer Einfall, um in sämtliche Bücher der Bibel einzuführen: Ausgehend von den jeweils ersten Kapiteln wird der Bogen über das Ganze aufgespannt – über das einzelne Buch ebenso wie, in der Zusammenschau, über die komplette Bibel. Nicht einfach die Genese einer biblischen Schrift erklären, nein: der Leserin, dem Leser die Augen für sie öffnen, darum geht es.

Immer je neu zu lesen, schreibt der Dichter Arnold Stadler in seinem Vorwort, das wäre die schönste Art, der Bibel zu begegnen. Oder wenigstens wie beim Wiedersehen mit dem besten Freund; denn die Bibel sei ein Buch, das Evangelium eine Botschaft, „die als Lebensbegleiter einen Menschen und Leser bis zum Ende seiner Zeit zu tragen vermag“ (23).

Gegliedert ist der Band durch Einschaltkapitel, die jeweils Bibel als Tora (Geschichte/Prophetie/Evangelium …) lesen überschrieben sind. Rückblicke, die das ihnen vorausgehende Schriftenkorpus aufs große Ganze beziehen und damit anleiten, die Bibel insgesamt aus den Perspektiven wahrzunehmen, die durch ihre Teile in ihr angelegt sind. „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ – der Vergleich mit Psalm 1 etwa zeigt, dass manch Bibeltext auswendig gelernt werden will: weil man mit ihm auch eine Weltsicht lernt, die Zeit (und Wiederholung) braucht, um sich zu erschließen (S. 257f).

Johannes Bernhard Uphus

Egbert Ballhorn, Georg Steins, Regina Wildgruber, Uta Zwingenberger (Hg.), 73 Ouvertüren. Die Buchanfänge der Bibel und ihre Botschaft. Mit einem Vorwort von Arnold Stadler, Gütersloher Verlagshaus 2018, 704 S., ISBN 978-3-579-08237-0, 39,00 € [D], 40,10 € [A]

 

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