Aktuelles


Auf dieser Seite finden Sie neben aktuellen Terminen und Informationen auch Hinweise auf beachtenswerte Publikationen. Weitere Seiten mit Bezug zum laufenden Monat: der Inhalt der aktuellen Ausgabe und ein liturgischer Kalender für das deutsche Sprachgebiet mit einer ganzjährigen Namenstagsübersicht.

Gebetsanliegen des Papstes



Gebetsanliegen für Februar 2018

Wir sagen „Nein“ zu Korruption und bitten:
– Dass jene, die über wirtschaftliche, politische oder religiöse Macht verfügen, ihre Position nicht missbrauchen.

Weitere Informationen zum monatlichen Gebetsanliegen sowie geistliche Kurzimpulse für jeden Tag finden Sie auf den Internetseiten des Weltweiten Gebetsnetzwerks des Papstes.

Offiziell wird vom Vatikan künftig nur noch ein Gebetsanliegen veröffentlicht. Eine Möglichkeit, sich mit dem Papst im aktuellen Gebet zu verbinden, bieten die Seiten zu Audienzen und Angelusgebeten bei Radio Vatikan – dort lässt sich nachverfolgen, in welchen aktuellen Anliegen Papst Franziskus gebetet hat.


 

Termine

Junge Menschen in einem blühenden InnenhofStudierende im Innenhof des ifp · © Wolfgang Maria Weber

Zum Interview ins Kanzleramt
Katholische Journalistenschule ifp bildet Volontäre aus – jetzt bewerben!

Regierungsbildung in Berlin, Papstreise nach Südamerika, Seenotrettung im Mittelmeer: Wo es etwas zu berichten gibt, sind Absolventen der Katholischen Journalistenschule ifp dabei. Sie blicken hinter die Kulissen des Kanzleramts, begleiten Krisenhelfer bei der Arbeit und sprechen mit denen, die öffentlich wenig Gehör finden. Dafür ist solides Handwerk notwendig, eine gestandene Persönlichkeit und ethische Leitlinien. All dies lernen angehende Journalisten im Volontariat am ifp. Bewerbungsschluss für die nächste Ausbildungsrunde ist der 1. März 2018.

Redaktion und Journalistenschule
Die Volontäre werden multimedial ausgebildet und nach Tarif bezahlt. In ihren Redaktionen – unter anderem bei katholisch.de, bei Kirche im Privatfunk Stuttgart oder beim Missio Magazin – arbeiten sie an den jeweiligen Publikationen mit. Hinzu kommen drei Monate Praktikum etwa beim ZDF, der dpa oder der FAZ. In den Seminaren am ifp mit einer Gesamtdauer von zwei Monaten vermitteln erfahrene Referenten die journalistischen Grundlagen. Am Ende steht den Volontären der Weg in alle Medien offen.
„Volo bei einer Nachrichtenagentur, Praktika im Lokaljournalismus, Hörfunk- und Videokurse, Austausch mit erfahrenen Kollegen, und wenn ich mag ein geistlich-spirituelles Angebot– beim ifp kann ich mein ganz eigenes, journalistisches Profil entwickeln“, sagt Volontärin Dana Kim Hansen. Und ihr Kollege Sebastian Kirschner ergänzt: „Ich bin jedes Mal wieder über das Netzwerk erstaunt, wenn ich sehe, wer alles beim ifp war.“

Mentorenprogramm, Sprechtraining und persönliche Begleitung
Zusatzangebote wie ein Mentorenprogramm, Journalistenreisen oder Sprechtraining erweitern die Kompetenzen der Volontäre. „Medien müssen sich das Vertrauen der Menschen immer wieder erarbeiten. Dazu braucht es einen qualitätsorientierten Journalismus. Den gibt es nur mit einer guten Ausbildung. Das ifp leistet diese erfolgreich seit beinahe 50 Jahren“, erklärt Bernhard Remmers, Journalistischer Direktor der Katholischen Journalistenschule. Zentral ist die individuelle Begleitung der Volontäre: „So findet jeder seinen persönlichen Weg in den Beruf“, sagt Studienleiter Burkhard Schäfers.

Zu den 3.000 Absolventen des ifp gehören Stefan Leifert (ZDF), Christiane Florin (Deutschlandfunk) und Klaus Brinkbäumer (Der Spiegel). Weitere Informationen zum Volontariat gibt es unter www.journalistenschule-ifp.de. Die Volontäre bloggen unter http://voloblog.journalistenschule-ifp.de.

 

Informationen

Porträt Eugen BiserEugen Biser · © Andreas Schaller

100. Geburtstag von Eugen Biser
Zur Mitte des Evangeliums vordringen

Wer Eugen Biser gekannt hat, weiß: Er stand für das, was er sagte. Ob Sonntag abends im Universitätsgottesdienst in der Münchener Ludwigskirche, ob im Seniorenstudium oder bei einem seiner zahlreichen Vorträge: die befreiende Botschaft Jesu von Nazaret auch heute spürbar zu machen, darum ging es ihm.
Der Lehrerssohn aus dem Kaiserstuhl, geboren am Dreikönigstag 1918 in Oberbergen, hatte 1938 in Freiburg im Breisgau begonnen, Theologie zu studieren. Im Zweiten Weltkrieg zur Wehrmacht einberufen und in Stalingrad schwer verwundet, konnte Biser erst 1946 sein Theologiestudium beenden. Im selben Jahr zum Priester geweiht, arbeitete er bis 1964 als Religionslehrer in Heidelberg. 1956 erfolgte seine theologische Promotion über religiöse Grenzsituationen bei Gertrud von Le Fort, 1961 bei Karl Löwith die philosophische über Friedrich Nietzsches These vom Tod Gottes. Nach der Habilitation 1965 lehrte Eugen Biser Fundamentaltheologie zunächst in Passau und Würzburg; von 1974 bis 1986 war er Karl Rahners Nachfolger auf dem Romano-Guardini-Lehrstuhl für Christliche Weltanschauung und Religionsphilosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU).
Eugen Biser war es ein Herzensanliegen, die brennenden Themen unserer Zeit über die Grenzen von Religionen und Weltanschauungen hinweg zu erörtern und an Lösungen für die Zukunft zu arbeiten. Darunter nahm die Frage, wie im Leben des post-modernen Menschen Sinn erfahr- und lebbar werden kann, eine erstrangige Bedeutung ein. Seinen Angelpunkt bei Person und Botschaft Jesu von Nazaret zu setzen, war für Eugen Biser keine äußerliche Selbstverständlichkeit, weil er als christlicher Theologe nicht anders gekonnt hätte. Vielmehr war er spürbar von Jesus fasziniert, gerade auch von dem, was historische Forschung im Lauf des 20. Jahrhunderts über den messianischen Rabbi zutage gebracht hatte. Den Menschen den bedingungslos liebenden Gott nahezubringen, das war nicht nur für Jesus von Nazaret, sondern auch in Bisers weitem theologischen und philosophischen Horizont die Mitte, deren Kraftfeld alles andere verband, mochte sie auch explizit einmal nicht zur Debatte stehen.

Den Leserinnen und Lesern von MAGNIFICAT ist Eugen Biser seit Jahren durch seine Auslegungen zum Sonntagsevangelium vertraut, in denen seine sonntäglichen Predigten in St. Ludwig nachklingen.

Sein Lebenswerk wird fortgeführt durch die Münchener Eugen-Biser-Stiftung, die aus Anlass seines 100. Geburtstags auch ein beachtenswertes Festprogramm konzipiert hat.

 

Buchmalerei: Zwei mittelalterliche Astronomen in der DiskussionZwei Astronomen mit Messgerät (Quadrant) (Detail)
Astrologisch-astronomische Sammelhandschrift (lat.)
Prag (Wenzelswerkstatt), 1392/94
Cod. 2352, fol. 1r · © Österreichische Nationalbibliothek


Ausstellung im Martin-Gropius-Bau Berlin
Juden, Christen und Muslime
Im Dialog der Wissenschaften 500-1500

Dass wir Heutigen auf den Schultern unserer Vorfahren stehen, ist ein Gemeinplatz. Wie konkret aber die Wissenschaft unserer Zeit auf den Leistungen von Gelehrten des Mittelalters fußt, zeigt eine Ausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau. Sie zeichnet ein Bild jener Epoche, das alles andere als selbstverständlich ist; das Klischee vom „finsteren Mittelalter“ lässt grüßen. Umso faszinierender die Einblicke, die die Ausstellungsmacher der Österreichischen Nationalbibliothek Wien aus den Beständen ihrer Institution zusammengestellt haben. Ob es um Astronomie, Astrologie oder Medizin geht: die Wissenschaften standen rund um das Mittelmeer in regem Austausch. Im Zentrum dieses Wissens- und Kulturaustausches standen, so wird unmissverständlich klar, die muslimischen Gelehrten, sei es in Bagdad oder El-Andalus, dem maurischen Spanien. Sie übertrugen die Schriften eines Aristoteles oder Hippokrates aus dem Griechischen ins Arabische, und durch gemeinsame Übersetzungsarbeit mit Juden und Christen in Spanien gelangten diese Texte dann ins Lateinische – um so an den Universitäten von Köln und Paris durch Gelehrte wie Albert den Großen und Thomas von Aquino rezipiert zu werden.
Wer lernen möchte, zu welchen gemeinsamen Leistungen die scheinbar so unterschiedlichen, ja gegensätzlichen monotheistischen Kulturen schon in der Lage gewesen sind, wird in dieser Ausstellung auf seine Kosten kommen. Um vielleicht heute selbst die große Chance wahrzunehmen, die sich in einer Zusammenarbeit von Juden, Christen und Muslimen auftut.

Ort: Martin-Gropius-Bau Berlin, Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin
Dauer: bis 4. März 2018

 

Persönliches Foto Gisela BaltesGisela Baltes · © privat

Impulstexte von Gisela Baltes
Neue Homepage der ehemaligen MAGNIFICAT-Redakteurin

Die Impulse und Texte von Gisela Baltes sind vielen Leserinnen und Lesern von MAGNIFICAT ans Herz gewachsen. Zahlreiche Texte von ihr sind nun auf einer eigenen Website versammelt. Neben einem „Text der Woche“ sind auf der Seite auch viele Geschichten der beliebten Autorin und ehemaligen MAGNIFICAT-Redakteurin eingestellt. Die Homepage bietet außerdem die Möglichkeit, mit Gisela Baltes Kontakt aufzunehmen oder im Gästebuch Eindrücke und Gedanken zu den Impulstexten einzutragen.

www.impulstexte.de
www.gisela-baltes.de

 

 

Leseempfehlungen

Veröffentlichungen aus der Redaktion und darüber hinaus

Beine einer Wanderin, auf einem Felsen im Fluss

Maria Herrmann, Sandra Bils (Hg.)
Vom Wandern und Wundern
Fremdsein und prophetische Ungeduld in der Kirche

Sie sind die Scouts, die Wegbereiter der Kirche von morgen: die Grenzgänger in der Kirche, die in ihr selbst eine Fremde spüren und ihr dennoch nicht den Rücken kehren, sondern nach draußen in die Fremde gehen, um dort Spuren einer künftigen Kirche zu entdecken. Dem Wunder begegnet, wundern sie sich, weshalb so vieles in der Kirche nicht geht. Zwischen Blockaden, die ererbte, aber entleerte Strukturen aufrecht erhalten, und aktionistischen Versuchen, dem Alten synthetisch Neues gegenüberzustellen, werden die leisen Stimmen der Wandernden und Wundernden vielfach überhört. Sie machen auf eine „traumwandlerische Unsicherheit“ aufmerksam, die „aus dem Vermissen von Orten und Formen christlicher Nachfolge entsteht, die einer Sehnsucht nach einem Mehr an Kirche, an Gemeinde, an Evangelium, an Jesusmäßigkeit entspricht.“, so die Herausgeberin Maria Herrmann in ihrem Vorwort. Gemeinsam mit Co-Herausgeberin Sandra Bils leitet sie das Projekt Kirche² in Hannover, einer Zukunftswerkstatt in Trägerschaft der Hannoverschen Landeskirche und des Bistums Hildesheim, die unterschiedliche Initiativen und Ansätze in einem ökumenischen Netzwerk bündelt. In 12 Beiträgen gibt das Buch einen lebhaften Einblick in die vielfältigen Perspektiven, die sich aus dem Engagement der Beteiligten entwickeln – vom Kirchenmusiker und Gefängnisseelsorger in Hamburg bis zur Initiatorin von raumschiff.ruhr, einem Glaubensprojekt für junge Erwachsene in Essen. Perspektiven, die die Fremde wertschätzen und Aufbrüche möglich machen. Ein Buch, das Mut macht. Nicht nur Grenzgängern.

Maria Herrmann, Sandra Bils (Hg.), Vom Wandern und Wundern. Fremdsein und prophetische Ungeduld in der Kirche. Mit einem Nachwort von Christina aus der Au, Echter Verlag GmbH, Würzburg 2017, ISBN 978-3-429-04403-9, 14,90 € (D), 15,40 € (A).

 

Abbildung Buchtitel

Thomas Quartier OSB
Das Kloster im Leben
Monastische Spiritualität als Provokation

Mönche und Nonnen sind uns eigentümlich fremd und faszinierend zugleich. Was bewegt Menschen zu diesem Leben, das scheinbar mit so viel Verzicht und Selbstaufgabe verbunden ist? Thomas Quartier zeigt, welche reiche spirituelle Erfahrung den Lebensentwurf von Ordensleuten trägt. Das Leben in den Klöstern, das von Gebet, Schweigen, Fasten, Arbeit strukturiert ist, verweist auf Grundvollzüge des menschlichen Daseins überhaupt. Vor allem aber sind die Grundhaltungen, die sich dahinter verbergen, befreiende Botschaft für uns alle. Die Mönche und Nonnen erinnern uns leibhaftig daran, dass unser Leben umfangen ist von einem absoluten Geheimnis.

Thomas Quartier OSB, Das Kloster im Leben. Monastische Spiritualität als Provokation. Mit einem Nachwort von Notker Wolf, Butzon & Bercker, Kevelaer 2016, ISBN 978-3-7666- 2284-6, 19,95 € (D), 20,50 € (A).

 

Buchtitel Christian Herwartz und andere

Christian Herwartz u.a.
Im Alltag der Straße Gottes Spuren suchen
Persönliche Begegnungen in Straßenexerzitien

Der Jesuitenpater Christian Herwartz hat über 35 Jahre in einer offenen Wohngemeinschaft in Berlin-Kreuzberg gelebt. Jahrzehnte hat er als Arbeiterpriester in Fabriken gearbeitet. Spiritualität und gesellschaftliches Engagement, so seine tiefe Überzeugung, gehören untrennbar zusammen.

Exerzitien auf der Straße – für diese Form geistlicher Übungen mitten im Leben einer Großstadt war Herbartz’ Kreuzberger WG lange Zeit ein Geheimtipp. Zentral dabei: Bereit sein, sich auf fremde Menschen und überraschende Erfahrungen einzulassen. Wer will mir heute begegnen? Mit dieser Frage einen Flüchtling wahrzunehmen, der meines Weges kommt, einen greisen türkischen Mann, der vor mehr als 50 Jahren nach Deutschland gekommen ist, ein kleines Mädchen, das seinen Weg sucht – das ermöglicht Momente, die normalerweise eher untergehen. Momente, die das Mysterium des Lebens inmitten der Welt, sozusagen „am Hauptbahnhof“ (Joseph Beuys) erfahrbar machen.

Nun gibt es für alle Interessierten dieses Buch, in dem Herwartz und viele andere Autorinnen und Autoren in sehr persönlichen Schilderungen vor Augen treten lassen, was sie bei Exerzitien auf der Straße erlebt haben. Sie schreiben von dem, was sie als Mensch, als Christ verändert hat, wie Gott ihr Herz getroffen hat. Geistliche und biblische Reflexionen zu den verschiedenen Etappen der Straßenexerzitien runden diesen Band ab und können zu eigenen Straßenexerzitien anleiten.

Christian Herwartz u.a., Im Alltag der Straße Gottes Spuren suchen. Persönliche Begegnungen in Straßenexerzitien, Neukirchener Aussaat (Neukirchen-Vluyn) 2016, ISBN 978-3-7615-6270-3, 11,99 € (D), 12,30 (A).

Im Internet: www.strassenexerzitien.de

 

Buchtitel Rilke, Pilgerschaft

Zwischen zwei Welten
Pilgern mit Rainer Maria Rilke

Unser Leben: Eine Pilgerschaft. Keine Reise, die einen bestimmten Ort zum Ziel hätte, sondern „Übergang / zwischen zwei Welten, ahnungsvoll und bang.“ So umreißt Mark S. Burrows in seiner Einführung den Kern von Rilkes Buch von der Pilgerschaft, dem zweiten Teil seines Stunden-Buchs. Im Gütersloher Verlagshaus ist es, wie zuvor schon der erste Teil, das Buch vom mönchischen Leben, nun als Gesamtkunstwerk erschienen: Der Text herausgegeben und nuanciert gelesen von Gotthard Fermor; Fotografien von Klaus Diederich konzentrieren Stimmungen aus Rilkes Gedichten; die Musik von Josef Marschall gibt ihnen Raum, nachzuklingen und sich zu entfalten. Wer Rilkes tief spirituelles Werk für sich entdeckt hat, wird diesen Band wie auch seinen Vorgänger hoch zu schätzen wissen.

Rainer Maria Rilke, Gotthard Fermor (Hrsg.), Das Stunden-Buch. Zweites Buch: Das Buch von der Pilgerschaft. Mit 2 Audio-CDs, Gütersloher Verlagshaus 2016, ISBN 978-3-579-08534-0, 24,99 € (D), 25,70 € (A).

Rainer Maria Rilke, Gotthard Fermor (Hrsg.), Das Stunden-Buch. Erstes Buch: Das Buch vom mönchischen Leben. Mit 2 Audio-CDs, Gütersloher Verlagshaus 2014, ISBN 978-3-579-08188-5, 29,99 € (D), 30,90 € (A).

 

Römischer Aquädukt im MediaPark Köln, im Hintergrund der Colonius

Gerti Keller · Michael Fehrenschild
Geheimnisvolles Köln
Versteckte Orte und mystische Plätze entdecken

Wer die rheinische Metropole zum ersten Mal besucht, kann den Eindruck gewinnen, sie bestehe abgesehen vom Dom in erster Linie aus Gebäuden des 20. Jahrhunderts. Das liegt an der massiven Zerstörung alter Bausubstanz im Zweiten Weltkrieg, trifft aber dennoch nur zum Teil zu. Vieles ist in Anlehnung an frühere Formen wieder aufgebaut worden, etwa die Altstadt rings um Aldermaat und Rathaus. Die berühmten romanischen Kirchen, die der Stadt den Beinamen „Rom des Nordens“ eingebracht haben, sind sogar nahe am Originalzustand rekonstruiert worden. Doch dass die moderne Großstadt auch Winkel birgt, die dem hektischen Treiben entzogen sind, wissen selbst viele nicht, die der Domstadt seit langem verbunden sind.

In 17 Spaziergängen, verteilt auf die Leitworte Eine Zeitreise – Zum Tagträumen – In der Stille, laden die Journalistin und Buchautorin Gerti Keller und der Lektor und Autor Michael Fehrenschild mit ihrem ungewöhnlichen Stadtführer ein, die vielfältigen Geheimnisse Kölns kennenzulernen. Dem jüdischen Köln begegnet man ebenso wie den Zeugen der römischen Stadtgeschichte, man erfährt von der Leidenschaft eines berühmten Oberbürgermeisters und kann den „Mont Klamott“ besteigen. Wer speziell dem spirituellen Köln auf die Spur kommen möchte, kann von St. Kunibert den Weg zur schwarzen Madonna nehmen oder der Via sacra folgen und wird an vielen Stellen Eindrücke mitnehmen, die Köln seine charakteristische Aura verleihen. Mit den stimmungsvollen Fotos von Eddi Meier, präzisen Tourenplänen und zahlreichen Einkehrtipps ist dieser Band ein wertvoller Begleiter für alle, die hinter die Oberfläche einer faszinierenden Weltstadt schauen möchten.

Gerti Keller, Michael Fehrenschild, Geheimnisvolles Köln. Versteckte Orte und mystische Plätze entdecken. Mit Fotografien von Eddi Meier, J.P. Bachem Verlag GmbH, Köln 2015, ISBN 978-3-7616-2889-8, 14,95 € (D), 15,30 € (A) · auch als eBook erhältlich: ISBN 978-3-7616-2945-1 (pdf) · ISBN 978-3-7616-2946-8 (epub).

Buchtitel Guten Morgen - Rund um Köln

Sonnenaufgang am Rhein
Köln und Umgebung für Frühaufsteher

Wer den Zauber des erwachenden Tages kennt und die Rheinmetropole samt Umland noch in relativer Ruhe erleben will, dem sei ein Wanderführer von Hans-Joachim Schneider empfohlen. Zwölf Wandertouren zwischen sechs und fünfzehn Kilometern beschreibt der Autor, ausgehend von Worringen im Kölner Norden bis hinunter ins Ahrgebirge weit im Süden. Von Bensberg zum Flughafen, auf die Glessener Höhe im Braunkohlerevier, die Brückentour im südlichen Köln – jede dieser Wanderungen verspricht neue Perspektiven auf die Domstadt. Die ansprechenden Fotos machen darauf Appetit, detaillierte Hinweise runden die Tourbeschreibungen ab. Ein besonderes Plus: zu jeder Tour ein Tipp zum Betrachten des Sonnenaufgangs. So lässt sich eine Weltstadt auch spirituell erfahren/erlaufen.

Hans-Joachim Schneider, Guten Morgen! Rund um Köln: 12 Touren in der Frühe, J.P. Bachem Verlag Köln 2015, ISBN 978-3-7616-2930-7, 14,95 € (D), 15,30 € (A), auch als EPUB, PDF und mobi erhältlich.

 

Buchtitel Gespaltene Welt, Thesentür Schlosskirche Wittenberg

Den Reformatoren auf der Spur

In der Leipziger Pleißenburg, zu Luthers Zeit Stadtresidenz Herzog Georgs von Sachsen, hatte sich Luther einst in der „Leipziger Disputation“ mit Johann Eck um Kopf und Kragen geredet. Heute erhebt sich an deren Ort das Neue Rathaus, und genau da, wo die 2015 eingeweihte neue katholische Propsteikirche St. Trinitatis steht, hatten während der Belagerung Leipzigs im Schmalkaldischen Krieg ironischerweise die Soldaten Kurfürst Johann Friedrichs ihre Kanonen aufgestellt, mit denen sie die Pleißenburg zur Ruine zerschossen. Solche und ähnliche Zusammentreffen erfährt man in einem komfortabel ausgestatteten Band, den der Kunsthistoriker Günter Kowa gemeinsam mit dem Fotografen Henning Kreitel im Mitteldeutschen Verlag publiziert hat. Von der Anziehungskraft der „Schauplätze“ (ein Wort Luthers, das er Apg 19,29 für das griechische Theatron wählte) spricht die Einführung, und es gelingt diesem ansprechend geschriebenen Buch, die gespaltene Welt der Reformation zumindest erahnen zu lassen. Selbstverständlich beginnt es bei Luther selbst, doch würdigt es in seinen insgesamt elf Kapiteln auch viele weitere Akteure und bedeutende Orte jener aufgewühlten Zeit. Selbst den Umgang mit den historischen Stätten in preußischer und sozialistischer Zeit zeichnet es nach. Wer ein Vademecum zur Reformation in Mitteldeutschland sucht, dem ist mit diesem Band bestens gedient.

Günter Kowa, Gespaltene Welt. Schauplätze der Reformation. Mit Fotografien von Henning Kreitel, Mitteldeutscher Verlag GmbH, Halle (Saale) 2017, ISBN 978-3-95462-718-9, 24,95 € (D), 25,60 € (A).

Buchtitel Magische Orte in Mitteldeutschland
Buchtitel Magische Orte in Mitteldeutschland II

Zwischen Harz und Elbsandsteingebirge
Von der Faszination Mitteldeutschlands

Was unterscheidet die Region im Herzen Deutschlands von anderen? Es sind die Rätsel ihrer Landstriche, der Flussniederungen und Wälder, aber auch der vielen um das Jahr 1000 gegründeten Städte, der kunstvoll angelegten Parks und wehrhaften Burgen. So gibt der rückseitige Text des ersten Bandes Auskunft, der allen Interessierten ein Schlüssel sein will zu geheimnisvollen Orten in Mitteldeutschland. Peter Traub, Autor und Fotograf, lädt in diesem Reiseführer zu fünf Routen ein, auf denen Städte wie Quedlinburg und Magdeburg, ehemalige Klöster wie Walkenried und Jerichow, daneben aber auch viele Natur- und Gartenbaudenkmäler in Sachsen-Anhalt zu erkunden sind. Der zweite Band, gemeinsam mit seiner Ehefrau Ilona erstellt, leistet ein Gleiches für die sächsischen Kulturlandschaften zwischen Leipzig und Oberlausitz, Elbsandsteingebirge und Vogtland. In ihren Erkundungen und Fotografien verraten beide einen wachen Sinn für Orte, die es in sich haben, und geben mit präzisen Koordinaten eine Hilfe für sicheres Auffinden an die Hand.

Peter Traub, Magische Orte in Mitteldeutschland. Zwischen Harz und Dessau, Altmark und Kyffhäuser, Mitteldeutscher Verlag GmbH, Halle (Saale) 2016, ISBN 978-3-95462-608-3, 12,95 € (D), 13,30 € (A).

Ilona und Peter Traub, Magische Orte in Mitteldeutschland II. Zwischen Leipzig und Oberlausitz, Elbsandsteingebirge und Vogtland, Mitteldeutscher Verlag GmbH, Halle (Saale) 2017, ISBN 978-3-95462-772-1, 12,95 € (D), 13,30 € (A).

 

Betagter VW-Bus vor einem Wald

Susanne Breit-Keßler u.a. (Hg.)
Lust und Last der späten Jahre
Lebenskunst im Angesicht des Alters

Dass die Bevölkerung Deutschlands weiterhin altert, ist bekannt. In den vergangenen 150 Jahren hat sich die Lebenserwartung in Deutschland mehr als verdoppelt. Jeder Fünfte ist älter als 65 Jahre, zur Mitte des Jahrhunderts soll es bereits jeder Dritte sein. Dieser Wandel hat Auswirkungen auf das soziale und kulturelle Leben, aber auch im Leben des Einzelnen wird sichtbar, wie fließend die Grenzen zwischen Jung und Alt geworden sind. Noch nie gab es so viele gesunde und aktive Menschen in hohem Alter, und noch nie waren so viele Menschen pflegebedürftig wie heute. „Lust & Last des Alters“ heißt eine kleine Publikation, die dieses Thema aus christlicher Sicht in den Blick nimmt. Das Lesebuch, das die Münchener Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler herausgegeben hat, will den „Best Agers“ Denkanstöße und praktische Hinweise geben, die verschiedenen Aspekte des Alters wahrzunehmen und sich ihnen zu stellen. Ein gelungener Streifzug durch eine immer komplexer werdende Lebensphase, für Jung und Alt hilfreich zu lesen.

Susanne Breit-Keßler (Hg.), Lust & Last der späten Jahre – Lebenskunst im Angesicht des Alters, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2016, ISBN 978-3-579-06204-4, 12,99 € (D), 13,40 € (A).

 

Abbildung Buchtitel

Alfons Gerhardt, Dorothee Sandherr-Klemp
Du gibst mir neue Kraft
Gebete für Tage der Krankheit

Wer krank ist, sucht Trost und Halt. In seiner langjährigen Tätigkeit als Krankenhauspfarrer hat Alfons Gerhardt mit vielen Erkrankten gesprochen. Angst und Verzweiflung, Hoffnung und Erleichterung und andere Empfindungen sind ihm dabei begegnet. Über die Jahre haben sie sich in Gebeten und Kurzmeditationen verdichtet, die in diesem Band in Auswahl zusammengestellt sind. Sie bieten Erkrankten Worte, mit denen sie ihre Gefühle und Eindrücke vor Gott tragen können. Ebenso können mithilfe dieses Buches Krankenbesuche und die Feier der Krankenkommunion vorbereitet werden.

Alfons Gerhardt, Dorothee Sandherr-Klemp, Du gibst mir neue Kraft. Gebete für Tage der Krankheit, Butzon & Bercker GmbH, Kevelaer 2016, ISBN 978-3-7666-1724-8, 9,95 € (D), 10,20 € (A).

Abbildung Buchtitel

Marc Witzenbacher
Beter, Mönche und Gelehrte
Porträts engagierten Christseins

Biografien erfreuen sich großer Beliebtheit. Genauso erzählen sich auch die Christen schon seit früher Zeit vom Leben der Heiligen und Märtyrer. Deren Vorbild spornt sie seit jeher an, das eigene Leben kritisch zu bedenken. In dieser Tradition stellt das Buch zahlreiche wichtige Persönlichkeiten sowie einige Gruppen und Orte des kirchlichen Lebens aus Vergangenheit und Gegenwart vor.

Marc Witzenbacher, Beter, Mönche und Gelehrte. Porträts engagierten Christseins (Edition Magnificat), Verlag Butzon & Bercker Kevelaer [2015], ISBN 978-3-7666-2200-6, 16,95 € (D), 17,50 € (A).

Abbildung Buchtitel

Silja Walter
Das dreifarbene Meer
Meine Heilsgeschichte – eine Biografie

Vielen MAGNIFICAT-Leserinnen und -Lesern ist ihr Name vertraut: Silja Walter, die viele tiefgründige geistliche Gedichte geschaffen hat. Dass sie als Sr. Hedwig im Benediktinerinnenkloster Fahr an der Limmat gelebt hat, wissen nur wenige. Dieses Buch gibt Einblick in ihren Lebensweg und ihre persönliche Welt.

Silja Walter, Das dreifarbene Meer. Meine Heilsgeschichte – eine Biografie, Topos plus Verlagsgemeinschaft, Kevelaer 2016, ISBN 978-3-8367- 0017-7, 17,95 € (D), 18,40 € (A).

Porträt Reinhold Messner

Ein Interview mit Reinhold Messner
Die Grenzen der Seele wirst du nicht finden
Über die Fragen unserer Zukunft

Seine Sätze sind provokant. „Wenn es einen Gott gibt, dann bin auch ich Gott“, zum Beispiel. Aber dann erklärt sich der Extrembergsteiger Reinhold Messner, es wird deutlich, dass er sich als Teil eines Ganzen begreift, was ihn die Ehrfurcht vor der Natur gelehrt hat. Und dann sind seine durchaus strittigen Aussagen nachdenkenswert, bringen die eigenen Vorstellungen auf den Prüfstand. In dem Buch „Die Grenze der Seele wirst du nicht finden. Über die Fragen unserer Zukunft“ hat der bekannte Journalist Michael Albus ein ausführliches Interview mit Reinhold Messner veröffentlicht. Mehrere Tage hatte er mit ihm verbracht, in einigen intensiven Gesprächen über Gott und die Welt befragt. In dem Gespräch begegnet ein unbekannter Messner, weniger der Extremsportler, der von einem Gipfel zum anderen jagte, um sich den Weltruhm des unnachgiebigen Gipfelstürmers zu geben, sondern ein nachdenklicher, sensibler und vorsichtiger Messner, der durchaus über seine innersten Gefühle Auskunft gibt. Und wie er es mit der Religion hält. Messner und Albus kennen sich seit vielen Jahren, und das merkt man dem Gespräch auch an. Da gehen beide an die Grenzen, ohne den anderen zu verletzen oder ihn bloßstellen zu wollen. Beide leitet das Interesse an der Sache und aneinander. Wer den bekannten Bergsteiger und Museumsmanager kennenlernen will, der sollte zu dem Bändchen greifen. Überraschungen wird es mit Sicherheit geben.

Reinhold Messner, Die Grenzen der Seele wirst du nicht finden. Über die Fragen unserer Zukunft. Im Gespräch mit Michael Albus, Butzon & Bercker GmbH, Kevelaer 2016, ISBN 978-3-7666- 2238-9, 14,95 € (D), 15,40 € (A).

 

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