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RotweintraubeRotweintraube · Foto: JBUphus

Gebetswoche für die Einheit der Christen
Texte kommen aus der Schweiz

Die Gebetswoche für die Einheit der Christen wird jedes Jahr entweder vom 18. bis 25. Januar oder in der Zeit von Christi Himmelfahrt bis Pfingsten gefeiert. Für das Jahr 2021 wurden die Texte von der monastischen Kommunität von Grandchamp aus der Schweiz vorbereitet. Sie hat ein Wort aus dem Johannesevangelium zugrundgelegt: „Bleibt in meiner Liebe und ihr werdet reiche Frucht bringen.“ (vgl. Joh 15,1–17) Darin sieht die Gemeinschaft von Grandchamp den allen geltenden Ruf zu Gebet, Versöhnung und Einheit in der Kirche und der Menschheitsfamilie.

Auftrag zur Einheit

In dem Motto sieht die Gemeinschaft einen Zusammenhang von verschiedenen Perspektiven: das Leben im Einklang mit sich selbst, mit der Gemeinschaft, in die jede und jeder Einzelne gestellt ist, und mit Gott. Daher bedeute der Ausdruck „in Gottes Liebe zu bleiben“ vor allem, die Versöhnung mit sich selbst zu leben. Daraus könne eine innere Haltung entstehen, die an der Liebe festhält und so den Weg zum anderen und zu einer Gemeinschaft sucht. In den Vorbereitungsmaterialien heißt es dazu: „Durch das Bleiben in Christus wachsen so Früchte der Solidarität und des Zeugnisses. Spiritualität und Solidarität sind untrennbar miteinander verbunden. Wer in Christus bleibt, empfängt die Kraft und die Weisheit, ungerechte und unterdrückende Strukturen zu bekämpfen, einander als Brüder und Schwestern in der einen Menschheitsfamilie zu erkennen und eine neue Lebensweise zu schaffen, die von Respekt und Gemeinschaft mit der ganzen Schöpfung geprägt ist.“ So wollen die Texte zur Gebetswoche für die Einheit der Christen an den Einklang mit sich selbst, mit Gott und den Nächsten sowie den bleibenden Auftrag zur Einheit erinnern.

Materialien für den Gottesdienst

Für die Feier der Gebetswoche können alle Materialien sowie weitere Informationen auf der Website www.gebetswoche.de heruntergeladen werden. Ein Heft mit dem Gottesdienst sowie Plakate für eigene Veranstaltungen wurden vom Verlag Butzon & Bercker gedruckt und können über den Buchhandel bezogen oder direkt beim Verlag bestellt werden: Auslieferungszentrum Bercker, Hoogeweg 100, 47623 Kevelaer, Telefon (02832) 929-291, E-Mail: mireille.spenrath@azb.de. Preise: Plakat 1,00 €; Gottesdienstheft einzeln 2,50 €, ab 10 Stück 1,00 €, ab 100 Stück 0,50 €; jeweils zzgl. Versandkosten.  

Marc Witzenbacher

 

Fensterbild mit Jesus und Nikodemus, "Zu uns komme dein Reich"»Zu uns komme dein Reich«,
Vaterunser-Zyklus in St. Johannes der Täufer,
Johannesberg/Unterfranken · Foto: JBUphus


Sonntag des Wortes Gottes

Im Jahr 2019 hat Papst Franziskus mit dem Motu Proprio „Aperuit illis“ den 3. Sonntag im Jahreskreis zum „Sonntag des Wortes Gottes“ bestimmt. Dieser Bibelsonntag soll nach dem Willen des Papstes der Feier, dem Nachdenken und der Verbreitung des Wortes Gottes gewidmet sein. Franziskus benannte in dem Schreiben die Einrichtung des Sonntages als eine Antwort auf Anfragen zahlreicher Gläubiger, wie die Bibel besser verstanden werden könne und welche Rolle sie im Leben der Kirche und im Alltag des Einzelnen spielen solle.

Ökumenische Bedeutung

Die Feier des Sonntags des Wortes Gottes ist nach den Worten des Papstes zudem „von ökumenischer Bedeutung, denn die Heilige Schrift zeigt denen, die auf sie hören, den Weg, der beschritten werden muss, um zu einer authentischen und soliden Einheit zu gelangen.“ Daher soll der Sonntag in die Zeit gebettet sein, in der zum einen die Verbindung mit dem Judentum gestärkt („Tag des Judentums“, vor allem in Österreich und der Schweiz) und für die Einheit der Christen (weltweite Gebetswoche für die Einheit der Christen) gebetet wird.

Feierlich begehen

Papst Franziskus ruft dazu auf, diesen Sonntag möglichst feierlich zu begehen, zum Beispiel mit einer Inthronisation der Heiligen Schrift während der Eucharistiefeier. An diesem Sonntag könnten auch Beauftragungen für das Lektorat oder andere Dienste am Wort erteilt werden. Der dem Wort Gottes gewidmete Sonntag, so der Wunsch des Papstes, möge „im Volk Gottes die andächtige und beständige Vertrautheit mit der Heiligen Schrift wachsen lassen“, doch wichtig ist ihm in diesem Zusammenhang vor allem eines: „Der der Bibel gewidmete Tag soll nicht ,einmal im Jahr‘, sondern einmal für das ganze Jahr stattfinden.“

Unterschiedliche Termine

Als im letzten Jahr erstmals der Sonntag gefeiert wurde, fielen der weltkirchliche Termin des 3. Sonntages im Jahreskreis und der in Deutschland schon traditionelle ökumenische Bibelsonntag (siehe auch www.bibelsonntag.de) am letzten Januar-Sonntag zufällig zusammen. 2021 ist dies nicht mehr der Fall. Damit nicht ausgerechnet der Bibelsonntag zum ökumenischen Stolperstein wird, hat daher die Deutsche Bischofskonferenz für ihren Bereich festgelegt, abweichend von der Weltkirche den Sonntag des Wortes Gottes in Deutschland am angestammten Termin des ökumenischen Bibelsonntags, dieses Jahr also am 31. Januar, zu feiern. In Österreich und der Schweiz wird der Sonntag am 3. Sonntag im Jahreskreis am 24. Januar begangen.

Marc Witzenbacher

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