Aktuelles


Auf dieser Seite finden Sie neben aktuellen Terminen und Informationen auch Hinweise auf beachtenswerte Publikationen. Weitere Seiten mit Bezug zum laufenden Monat: der Inhalt der aktuellen Ausgabe und ein liturgischer Kalender für das deutsche Sprachgebiet mit einer ganzjährigen Namenstagsübersicht.

Gebetsanliegen des Papstes



Gebetsanliegen für Dezember 2017

Wir bitten für die älteren Menschen:
– Getragen durch ihre Familien und christliche Gemeinschaften mögen sie ihre Weisheit und ihre Erfahrung in Glaubensverbreitung und Formung der jeweils jüngeren Generationen einbringen.

Weitere Informationen zum monatlichen Gebetsanliegen sowie geistliche Kurzimpulse für jeden Tag finden Sie auf den Internetseiten des Weltweiten Gebetsnetzwerks des Papstes.

Offiziell wird vom Vatikan künftig nur noch ein Gebetsanliegen veröffentlicht. Eine Möglichkeit, sich mit dem Papst im aktuellen Gebet zu verbinden, bieten die Seiten zu Audienzen und Angelusgebeten bei Radio Vatikan – dort lässt sich nachverfolgen, in welchen aktuellen Anliegen Papst Franziskus gebetet hat.

 

Termine

Sozialarbeiterin spricht mit KindernDie ehemalige Ordensschwester Indira Berroterrán mit zwei ihrer Schützlinge · Foto: Jürgen Escher © Adveniat

Faire Arbeit. Würde. Helfen
Adveniat-Weihnachtsaktion 2017

Die jährliche Spendenaktion des Hilfswerkes Adveniat in den Advents- und Weihnachtstagen unterstützt in diesem Jahr Projekte in Mexiko, El Salvador, Venezuela, Peru und Brasilien. Dort gehe die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander, mahnt das bischöfliche Hilfswerk. Damit nehme die soziale Ungleichheit zu; das Leben von vielen Menschen sei ein täglicher Kampf ums Überleben, um Arbeit und Einkommen. „Das Leben zu sichern und damit ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen, ist Ziel der pastoralen Arbeit der Kirche Lateinamerikas an der Seite der Armen, an den Rändern der Gesellschaft“, so hat sich das Werk seine Zielsetzung gesteckt.

Würde der Arbeit im Mittelpunkt

Unter dem Motto „Faire Arbeit. Würde. Helfen.“ steht in diesem Jahr das Themenfeld „Würde der Arbeit“ im Zentrum der Hilfsprojekte. Mit ihnen sollen Formen von guter und menschenwürdiger Arbeit der Menschen in Lateinamerika gestärkt und die Verbindung von Arbeit und Menschenrechten herausgestellt werden. Dabei richten die Projekte ihren Blick gemäß der Option für die Armen vor allem auf die Ausgeschlossenen und Randständigen – im Themenfeld Arbeit sind dies vor allem junge Menschen, Frauen, Menschen ohne Ausbildung, Migranten und Angehörige indigener Völker. Im Dezember werden Adveniat-Projektpartner aus den Beispielländern in Deutschland zu Gast sein und von ihren Erfahrungen und ihrer Arbeit berichten. Weitere Informationen sowie Materialien zur Jahresaktion finden Sie auf der Website von Adveniat.

Die Adveniat-Kollekte wird seit 1961 in den Weihnachtsgottesdiensten erbeten.

 

Informationen

Bischof Dr. Franz-Josef BodeBischof Dr. Franz-Josef Bode, Osnabrück · © Bistum Osnabrück

Weihnachten und seine Düfte

Wer über einen Weihnachtsmarkt geht, kann sich den Düften kaum entziehen, schreibt Bischof Bode aus Osnabrück in seinen Gedanken zum Christfest. Wer Weihnachten in die Kirche geht, wird den Weihrauch riechen, das Zeichen der Andacht, des Betens, der Hingabe.

Welche anderen Gerüche Bischof Bode noch mit Weihnachten verbindet, lesen Sie in der Dezember-Ausgabe von Magnificat.

 

MAGNIFICAT-Titelseite mit Giottos Anbetung der Könige

Giotto macht den Anfang
MAGNIFICAT ab Januar mit erweiterter Titelbildlinie

Wer seinen Stil kennt, sieht es sofort: Giotto ist unverwechselbar. Der Florentiner Baumeister und Maler Giotto di Bondone (1267/1276–1337) gilt als entscheidender Wegbereiter des Rinascimento, der italienischen Renaissance. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts hat er den großen Freskenzyklus in der Cappella degli Scrovegni in Padua geschaffen, ein Meisterwerk mit bis heute ungebrochener Strahlkraft.
Giottos Anbetung der Könige, eine von mehr als 100 Szenen aus dem Leben Jesu und Marias, prägt der Januar-Ausgabe von MAGNIFICAT ihr Siegel auf und steht so am Beginn einer neu konzipierten Titelbildlinie unserer Monatsschrift. Viele unserer Leserinnen und Leser hatten in der Befragung vor drei Jahren den Wunsch geäußert, es sollten neben der Buchmalerei doch auch andere Kunstwerke zur Verwendung kommen. Dieses Anliegen haben Redaktion und Verlag gerne aufgegriffen. Nachdem die Überlegungen zur Neukonzeption sowie die konkrete Auswahl geeigneter Kunstwerke einige Zeit in Anspruch genommen haben, kann die neue Zusammenstellung der Titelbilder mit diesem Jahrgang beginnen.
Auch wenn schon im Februar erneut eine andere Gattung christlicher Kunst zur Geltung kommen wird – die Ikonenmalerei in Gestalt des berühmten spätantiken Pantokrators vom Katharinenkloster –, müssen die Freunde der mittelalterlichen Miniatur künftig nicht auf ihre Favoriten verzichten. Die geistliche Tiefe und gestalterische Vielfalt der Buchmalerei prägt auch weiterhin die Titelbildauswahl von MAGNIFICAT, jetzt aber im Wechsel mit sorgfältig ausgewählten anderen Glanzlichtern der christlichen Kunstgeschichte.

 

Kreuzförmig angeordnete AgavenblütenFabrice Samyn · Compass, 2017 · © beim Künstler

art düsseldorf. die erste
Eine neue Kunstmesse im Rheinland

Am Wochenende vom 17.– 19. November 2017 ist die art düsseldorf, die neue Kunstmesse im Rheinland, an den Start gegangen. Fragen gab es im Vorfeld viele, etwa: Warum neben zweien in Köln nun eine weitere in Düsseldorf? Und: Weshalb so weit draußen, im Stadtteil Heerdt, an der Grenze zu Meerbusch? Würde hier der Kommerz einen neuen Höhepunkt erleben? Auf diesem Hintergrund konnte man positiv überrascht sein: das Areal Böhler auf einem ehemaligen Industriegelände als Veranstaltungsort bestach durch die klare charaktervolle Architektur seiner Werkshallen, bot zahlreiche Parkmöglichkeiten und war auch mit der Rheinbahn gut zu erreichen. Die ausstellenden Galerien kamen aus Uruguay ebenso wie aus China, wenn auch die regionalen erwartungsgemäß überwogen; stark vertreten war auch die Szene der westlichen Nachbarn in Belgien und den Niederlanden. Neben vielen bekannten und im Kunstmarkt arrivierten Namen wurden in einer eigenen Halle junge Künstler mit ihren teils beeindruckenden Arbeiten präsentiert. So zeichnete sich ein ausgewogenes Gesamtbild, das auf die kommenden Ausgaben gespannt sein lässt.

Und die spirituelle Dimension? Beeindruckend gleich zu Anfang Günther Ueckers Zyklus „Graphein“, mit dem die Mainzer Galerie Dorothea van der Koelen zum kontemplativen Verweilen einlud. Der Künstler kontrastiert Schriften unterschiedlichster Herkunft mit seinen in Büttenpapier geprägten Nagelkopfstrukturen; der Codex Sinaiticus, eine der bedeutendsten griechischen Bibelhandschriften, erscheint ebenso wie die lateinische Romulus-Inschrift, kyrillische Texte treten neben chinesische und arabische Kalligraphien. Uecker skizziert die Bedeutung der Schriften wie folgt: „Die Zeichen, Chiffren geistiger Wirklichkeit des Menschen, gelesen, einverleibt, bewahrt in der unbewussten Erinnerung, lebensbewahrend in ihrer Wirkung, gestammelt, gesprochen, besungen.“

Die Axel Vervoort Gallery aus Antwerpen zeigte Arbeiten des Fotokünstlers Markus Brunetti, der Kirchengebäude wie das Ulmer Münster und die Dresdner Frauenkirche dank seiner besonderen Technik in unvergleichlicher Brillanz ins Bild setzt: Tausende kleine Fotos der Gebäude setzt er in detailgenauer Kleinarbeit zu einem Eindruck zusammen, den die Wirklichkeit so nie zu bieten weiß – und bahnt seinen Betrachtern mit solcher Würdigung geistlicher Architekturen einen Weg, auch den konkreten Raumeindruck vor Ort zu suchen.

Fabrice Samyn aus Brüssel, vertreten von der dortigen Galerie Meessen De Clercq, greift in vielen seiner Arbeiten religiöse Themen und Symbole auf. In Düsseldorf berührte er mit Agavenblüten, die an den fein verästelten Knospen mit blauer Ölfarbe koloriert waren – sensible, äußerst kostbare Kunstwerke der Natur: Nur alle zehn Jahre entwickeln sich diese Blüten. In Kreuzform angeordnet ein Kompass – darin drückt sich so etwas wie Lebensorientierung aus der Natur ebenso aus wie die Kostbarkeit des Kreuzes als Leitstern. Behutsame Kritik an seiner ubiquitären Präsenz, die seinen Wert und seine Kraft auszuhöhlen droht?

Dittrich & Schlechtriem aus Berlin machten mit einem zur Achterbahn mutierten Treppenlift von Matthias Sohr auf sich aufmerksam, dessen Kurven entfernt an ein EKG erinnerten. Die in Düsseldorf präsentierten Künstler waren Teilnehmer von Olafur Eliassons Institute for Spatial Experiments (IFREX) gewesen und zeigten auf unterschiedliche Weisen interpersonale Verbindungen auf. Malte Bartsch etwa gab in Time machine mit einem einfachen Apparat jeder/m die Möglichkeit, sich per Tastendruck für eine bestimmte Zeit in ein Netzwerk einzuschalten, wofür dann eine Quittung ausgegeben wurde. Der in Berlin lebende Schweizer Julian Charrière schlug den Bogen in die ferne Zukunft, indem er mit Metamorphism XXIII ein von ihm selbst kreiertes „Gestein“ ausstellte. Alte Computerbestandteile waren dafür mit heißem Kunstlavasandstein übergossen worden, sodass der Kunststoff verdampfte und nur die oft unter prekären Bedingungen abgebauten Edelmetalle und seltenen Erden als farbige Spur zurückblieben – eine Vorahnung dessen, was in einem späteren Erdzeitalter von unserer dann längst vergangenen Kultur übrig geblieben sein mag. All dies Kunstwerke, die die Auseinandersetzung lohnen, die Fragen aufwerfen und nachdenklich machen.

Es bleibt ein durchaus positiver Gesamteindruck. Die art düsseldorf: eine anregende vielseitige Kunstmesse, auf deren Fortsetzung man gespannt sein darf.

www.art-dus.de

 

Gemälde (Ausschnitt) Mönch hält prachtvoll verziertes BuchDie Zisterzienser. Ausstellungsplakat des LVR-LandesMuseums Bonn · © LVR-LandesMuseum Bonn

Gestaltende Macht aus der Stille
Die Zisterzienser und ihre prägende Bedeutung für Europa

Man findet sie zumeist abseits der großen Wege, die noch bestehenden Klöster und die zahlreichen verbliebenen Zeugen des Zisterzienserordens. Der bedeutendste Reformzweig des benediktinischen Mönchtums meidet die Höhen, die die älteren Brüder bevorzugen, und hat seine Orte gern in Tälern und an Wasserläufen gesucht. Das hat gute Gründe, gehen doch vom Wasser ebenso starke geistliche Kräfte aus, wie sich seine Fruchtbarkeit und Energie landwirtschaftlich und mechanisch nutzen lässt. Für die Wirkung der Zisterzienser sind beide Aspekte charakteristisch. Ihre kraftvolle Spiritualität des Schweigens, Betens und Arbeitens hat Europa tief geprägt und zieht sich unter der Oberfläche bis in unsere Zeit.

Zisterzienser-Ausstellung im Rheinischen Landesmuseum Bonn

Im LVR-LandesMuseum Bonn wird noch bis 28. Januar 2018 eine sehenswerte Ausstellung gezeigt, die anhand vielfältiger Exponate aus ganz Europa in die Welt der Zisterzienser einführt. Sie legt ihr Hauptaugenmerk auf die mittelalterliche Blütezeit des Ordens. Durch zahlreiche eigens restaurierte Objekte sowie Modelle, CAD-Rekonstruktionen, Medien- und Mitmachstationen macht sie die Klosterwelt Raum für Raum mit allen Sinnen erlebbar. Einen Höhepunkt bildet der Hochaltar des ehemaligen Zisterzienserklosters Kamp, dessen Bildtafeln in einzigartiger Frische erhalten geblieben sind. Die Madonna aus Kloster Eberbach, heute als „Belle Allemande“ bekannt, ist eines der mittelalterlichen Hauptwerke des Pariser Louvre. Erstmals außerhalb Schwedens ist das Grabtuch des Holmger Knutsson zu sehen, eine lebensgroße figürliche Bildstickerei, gefertigt von den Nonnen des Skoklosters in Schweden.

Auf und ab im Ordensleben heute

Auch heute sind die Zisterzienser ein lebendiger Orden. Einerseits gibt es hoch erfreuliche Meldungen, etwa über die Wiederbesiedlung von Kloster Neuzelle in der brandenburgischen Niederlausitz durch Mönche aus dem Stift Heiligenkreuz im Wienerwald. Auf der anderen Seite wurde Mitte Oktober 2017 wurde bekannt, dass der Mönchskonvent der traditionsreichen Abtei Himmerod in der Südeifel nicht weiter bestehen kann. „Es schmerzt mich sehr“, so Abt Johannes, „dass unser Kloster, das im Jahr 1134/1135 von Bernhard von Clairvaux gegründet wurde, nun von uns aufgegeben werden muss. Über 900 Jahre haben Zisterziensermönche hier gelebt, gebetet und gearbeitet und Himmerod zu einem geistlichen Zentrum für viele Menschen gemacht.“ Die Liegenschaften des Klosters gehen in den Besitz der Diözese Trier über, die Mönche werden in ein anderes Kloster ihrer Wahl übersiedeln. Die Klosterbetriebe wie Gaststätte, Buch- und Kunsthandlung, Gärtnerei und Fischerei bleiben gleichwohl geöffnet, auch das Gästehaus. Gottesdienste finden ebenso weiterhin statt.

Evangelische Zisterzienser-Erben

Nach der Reformation sind viele Klöster der zisterziensischen Ordensfamilie aufgehoben und ihre Kirchen großenteils in evangelische Pfarrkirchen umgewandelt worden. Umso erfreulicher, dass evangelische Christen an diesen Orten die reiche zisterziensische Geschichte wiederentdecken. Vor geraumer Zeit haben sich die Evangelischen Zisterzienser-Erben zusammengeschlossen, die das materielle und geistliche Erbe der Zisterzienserinnen und Zisterzienser pflegen und gute Kontakte zum katholischen Orden unterhalten. Auf den Internetseiten des Netzwerks finden sich umfangreiche Informationen sowie eine interaktive Karte zu den zahlreichen Standorten der Gemeinschaft.

 

Persönliches Foto Gisela BaltesGisela Baltes · © privat

Impulstexte von Gisela Baltes
Neue Homepage der ehemaligen MAGNIFICAT-Redakteurin

Die Impulse und Texte von Gisela Baltes sind vielen Leserinnen und Lesern von MAGNIFICAT ans Herz gewachsen. Zahlreiche Texte von ihr sind nun auf einer eigenen Website versammelt. Neben einem „Text der Woche“ sind auf der Seite auch viele Geschichten der beliebten Autorin und ehemaligen MAGNIFICAT-Redakteurin eingestellt. Die Homepage bietet außerdem die Möglichkeit, mit Gisela Baltes Kontakt aufzunehmen oder im Gästebuch Eindrücke und Gedanken zu den Impulstexten einzutragen.

www.impulstexte.de
www.gisela-baltes.de

 

 

Leseempfehlungen

Veröffentlichungen aus der Redaktion und darüber hinaus

Beine einer Wanderin, auf einem Felsen im Fluss

Maria Herrmann, Sandra Bils (Hg.)
Vom Wandern und Wundern
Fremdsein und prophetische Ungeduld in der Kirche

Sie sind die Scouts, die Wegbereiter der Kirche von morgen: die Grenzgänger in der Kirche, die in ihr selbst eine Fremde spüren und ihr dennoch nicht den Rücken kehren, sondern nach draußen in die Fremde gehen, um dort Spuren einer künftigen Kirche zu entdecken. Dem Wunder begegnet, wundern sie sich, weshalb so vieles in der Kirche nicht geht. Zwischen Blockaden, die ererbte, aber entleerte Strukturen aufrecht erhalten, und aktionistischen Versuchen, dem Alten synthetisch Neues gegenüberzustellen, werden die leisen Stimmen der Wandernden und Wundernden vielfach überhört. Sie machen auf eine „traumwandlerische Unsicherheit“ aufmerksam, die „aus dem Vermissen von Orten und Formen christlicher Nachfolge entsteht, die einer Sehnsucht nach einem Mehr an Kirche, an Gemeinde, an Evangelium, an Jesusmäßigkeit entspricht.“, so die Herausgeberin Maria Herrmann in ihrem Vorwort. Gemeinsam mit Co-Herausgeberin Sandra Bils leitet sie das Projekt Kirche² in Hannover, einer Zukunftswerkstatt in Trägerschaft der Hannoverschen Landeskirche und des Bistums Hildesheim, die unterschiedliche Initiativen und Ansätze in einem ökumenischen Netzwerk bündelt. In 12 Beiträgen gibt das Buch einen lebhaften Einblick in die vielfältigen Perspektiven, die sich aus dem Engagement der Beteiligten entwickeln – vom Kirchenmusiker und Gefängnisseelsorger in Hamburg bis zur Initiatorin von raumschiff.ruhr, einem Glaubensprojekt für junge Erwachsene in Essen. Perspektiven, die die Fremde wertschätzen und Aufbrüche möglich machen. Ein Buch, das Mut macht. Nicht nur Grenzgängern.

Maria Herrmann, Sandra Bils (Hg.), Vom Wandern und Wundern. Fremdsein und prophetische Ungeduld in der Kirche. Mit einem Nachwort von Christina aus der Au, Echter Verlag GmbH, Würzburg 2017, ISBN 978-3-429-04403-9, 14,90 € (D), 15,40 € (A).
Römischer Aquädukt im MediaPark Köln, im Hintergrund der Colonius

Gerti Keller · Michael Fehrenschild
Geheimnisvolles Köln
Versteckte Orte und mystische Plätze entdecken

Wer die rheinische Metropole zum ersten Mal besucht, kann den Eindruck gewinnen, sie bestehe abgesehen vom Dom in erster Linie aus Gebäuden des 20. Jahrhunderts. Das liegt an der massiven Zerstörung alter Bausubstanz im Zweiten Weltkrieg, trifft aber dennoch nur zum Teil zu. Vieles ist in Anlehnung an frühere Formen wieder aufgebaut worden, etwa die Altstadt rings um Aldermaat und Rathaus. Die berühmten romanischen Kirchen, die der Stadt den Beinamen „Rom des Nordens“ eingebracht haben, sind sogar nahe am Originalzustand rekonstruiert worden. Doch dass die moderne Großstadt auch Winkel birgt, die dem hektischen Treiben entzogen sind, wissen selbst viele nicht, die der Domstadt seit langem verbunden sind.

In 17 Spaziergängen, verteilt auf die Leitworte Eine Zeitreise – Zum Tagträumen – In der Stille, laden die Journalistin und Buchautorin Gerti Keller und der Lektor und Autor Michael Fehrenschild mit ihrem ungewöhnlichen Stadtführer ein, die vielfältigen Geheimnisse Kölns kennenzulernen. Dem jüdischen Köln begegnet man ebenso wie den Zeugen der römischen Stadtgeschichte, man erfährt von der Leidenschaft eines berühmten Oberbürgermeisters und kann den „Mont Klamott“ besteigen. Wer speziell dem spirituellen Köln auf die Spur kommen möchte, kann von St. Kunibert den Weg zur schwarzen Madonna nehmen oder der Via sacra folgen und wird an vielen Stellen Eindrücke mitnehmen, die Köln seine charakteristische Aura verleihen. Mit den stimmungsvollen Fotos von Eddi Meier, präzisen Tourenplänen und zahlreichen Einkehrtipps ist dieser Band ein wertvoller Begleiter für alle, die hinter die Oberfläche einer faszinierenden Weltstadt schauen möchten.

Gerti Keller, Michael Fehrenschild, Geheimnisvolles Köln. Versteckte Orte und mystische Plätze entdecken. Mit Fotografien von Eddi Meier, J.P. Bachem Verlag GmbH, Köln 2015, ISBN 978-3-7616-2889-8, 14,95 € (D), 15,30 € (A) · auch als eBook erhältlich: ISBN 978-3-7616-2945-1 (pdf) · ISBN 978-3-7616-2946-8 (epub).

Rote Tasse, Kiefernzapfen, karierte Decke auf einem Tisch

Christoph Kreitmeir
Zeit für mich – Zeit für Gott
Seelennahrung für Advent und Weihnachten

Auf der Grundlage seines viel besuchten Online-Adventskalenders hat der Franziskanerpater und Klinikseelsorger aus Ingolstadt dieses Buch erarbeitet. Jeden Dezembertag bis zum Heiligen Abend wartet es mit einer „seelischen Tankstelle“ auf und hilft so, in der Vorbereitungszeit auf Weihnachten das Wesentliche – die Einkehr, die Stille – zum Tragen kommen zu lassen.

Christoph Kreitmeir, Zeit für mich – Zeit für Gott. Seelennahrung für Advent und Weihnachten, © Gütersloher Verlagshaus 2016, ISBN 978-3-579-08535-7, 16,99 € (D), 17,50 € (A).

 

Illustration: Mutter hebt kleines Kind in die Höhe, sie lachen einander an

Rose Lagercrantz · Jutta Bauer
Das Weihnachtskind

Die schwedische Autorin Rose Lagercrantz (* 1947) erzählt Weihnachten so, dass Kinder unserer Zeit einen neuen Zugang dazu finden. Diese Weihnachtsgeschichte spricht von den großen Möglichkeiten der Menschheit und ihrem tatsächlichen Versagen. Doch vor allem lässt das Büchlein die Hoffnung spürbar werden, die sich an Weihnachten knüpft. Behutsam illustriert von Jutta Bauer, vermittelt es etwas von der Faszination des Anfangs, im Stall, wo Menschen unmittelbar auf Menschen angewiesen sind – und Stille, Geborgenheit erfahren können: „Und alles wurde gut.“

Rose Lagercrantz, Das Weihnachtskind. Aus dem Schwedischen von Angelika Kutsch. Illustriert von Jutta Bauer, © Moritz Verlag Frankfurt am Main 2015, ISBN 978-3-89565-309-4, 13,95 € (D), 14,40 € (A).

Abbildung Buchtitel


Thomas Quartier OSB
Das Kloster im Leben
Monastische Spiritualität als Provokation

Mönche und Nonnen sind uns eigentümlich fremd und faszinierend zugleich. Was bewegt Menschen zu diesem Leben, das scheinbar mit so viel Verzicht und Selbstaufgabe verbunden ist? Thomas Quartier zeigt, welche reiche spirituelle Erfahrung den Lebensentwurf von Ordensleuten trägt. Das Leben in den Klöstern, das von Gebet, Schweigen, Fasten, Arbeit strukturiert ist, verweist auf Grundvollzüge des menschlichen Daseins überhaupt. Vor allem aber sind die Grundhaltungen, die sich dahinter verbergen, befreiende Botschaft für uns alle. Die Mönche und Nonnen erinnern uns leibhaftig daran, dass unser Leben umfangen ist von einem absoluten Geheimnis.

Thomas Quartier OSB, Das Kloster im Leben. Monastische Spiritualität als Provokation. Mit einem Nachwort von Notker Wolf, Butzon & Bercker, Kevelaer 2016, ISBN 978-3-7666- 2284-6, 19,95 € (D), 20,50 € (A).

Buchtitel Rilke, Pilgerschaft


Zwischen zwei Welten
Pilgern mit Rainer Maria Rilke

Unser Leben: Eine Pilgerschaft. Keine Reise, die einen bestimmten Ort zum Ziel hätte, sondern „Übergang / zwischen zwei Welten, ahnungsvoll und bang.“ So umreißt Mark S. Burrows in seiner Einführung den Kern von Rilkes Buch von der Pilgerschaft, dem zweiten Teil seines Stunden-Buchs. Im Gütersloher Verlagshaus ist es, wie zuvor schon der erste Teil, das Buch vom mönchischen Leben, nun als Gesamtkunstwerk erschienen: Der Text herausgegeben und nuanciert gelesen von Gotthard Fermor; Fotografien von Klaus Diederich konzentrieren Stimmungen aus Rilkes Gedichten; die Musik von Josef Marschall gibt ihnen Raum, nachzuklingen und sich zu entfalten. Wer Rilkes tief spirituelles Werk für sich entdeckt hat, wird diesen Band wie auch seinen Vorgänger hoch zu schätzen wissen.

Rainer Maria Rilke, Gotthard Fermor (Hrsg.), Das Stunden-Buch. Zweites Buch: Das Buch von der Pilgerschaft. Mit 2 Audio-CDs, Gütersloher Verlagshaus 2016, ISBN 978-3-579-08534-0, 24,99 € (D), 25,70 € (A).

Rainer Maria Rilke, Gotthard Fermor (Hrsg.), Das Stunden-Buch. Erstes Buch: Das Buch vom mönchischen Leben. Mit 2 Audio-CDs, Gütersloher Verlagshaus 2014, ISBN 978-3-579-08188-5, 29,99 € (D), 30,90 € (A).

 

Buchtitel Gespaltene Welt, Thesentür Schlosskirche Wittenberg


Den Reformatoren auf der Spur

In der Leipziger Pleißenburg, zu Luthers Zeit Stadtresidenz Herzog Georgs von Sachsen, hatte sich Luther einst in der „Leipziger Disputation“ mit Johann Eck um Kopf und Kragen geredet. Heute erhebt sich an deren Ort das Neue Rathaus, und genau da, wo die 2015 eingeweihte neue katholische Propsteikirche St. Trinitatis steht, hatten während der Belagerung Leipzigs im Schmalkaldischen Krieg ironischerweise die Soldaten Kurfürst Johann Friedrichs ihre Kanonen aufgestellt, mit denen sie die Pleißenburg zur Ruine zerschossen. Solche und ähnliche Zusammentreffen erfährt man in einem komfortabel ausgestatteten Band, den der Kunsthistoriker Günter Kowa gemeinsam mit dem Fotografen Henning Kreitel im Mitteldeutschen Verlag publiziert hat. Von der Anziehungskraft der „Schauplätze“ (ein Wort Luthers, das er Apg 19,29 für das griechische Theatron wählte) spricht die Einführung, und es gelingt diesem ansprechend geschriebenen Buch, die gespaltene Welt der Reformation zumindest erahnen zu lassen. Selbstverständlich beginnt es bei Luther selbst, doch würdigt es in seinen insgesamt elf Kapiteln auch viele weitere Akteure und bedeutende Orte jener aufgewühlten Zeit. Selbst den Umgang mit den historischen Stätten in preußischer und sozialistischer Zeit zeichnet es nach. Wer ein Vademecum zur Reformation in Mitteldeutschland sucht, dem ist mit diesem Band bestens gedient.

Günter Kowa, Gespaltene Welt. Schauplätze der Reformation. Mit Fotografien von Henning Kreitel, Mitteldeutscher Verlag GmbH, Halle (Saale) 2017, ISBN 978-3-95462-718-9, 24,95 € (D), 25,60 € (A).

 

Buchtitel Guten Morgen - Rund um Köln


Sonnenaufgang am Rhein
Köln und Umgebung für Frühaufsteher

Wer den Zauber des erwachenden Tages kennt und die Rheinmetropole samt Umland noch in relativer Ruhe erleben will, dem sei ein Wanderführer von Hans-Joachim Schneider empfohlen. Zwölf Wandertouren zwischen sechs und fünfzehn Kilometern beschreibt der Autor, ausgehend von Worringen im Kölner Norden bis hinunter ins Ahrgebirge weit im Süden. Von Bensberg zum Flughafen, auf die Glessener Höhe im Braunkohlerevier, die Brückentour im südlichen Köln – jede dieser Wanderungen verspricht neue Perspektiven auf die Domstadt. Die ansprechenden Fotos machen darauf Appetit, detaillierte Hinweise runden die Tourbeschreibungen ab. Ein besonderes Plus: zu jeder Tour ein Tipp zum Betrachten des Sonnenaufgangs. So lässt sich eine Weltstadt auch spirituell erfahren/erlaufen.

Hans-Joachim Schneider, Guten Morgen! Rund um Köln: 12 Touren in der Frühe, J.P. Bachem Verlag Köln 2015, ISBN 978-3-7616-2930-7, 14,95 € (D), 15,30 € (A), auch als EPUB, PDF und mobi erhältlich.

 

Buchtitel Magische Orte in Mitteldeutschland
Buchtitel Magische Orte in Mitteldeutschland II


Zwischen Harz und Elbsandsteingebirge
Von der Faszination Mitteldeutschlands

Was unterscheidet die Region im Herzen Deutschlands von anderen? Es sind die Rätsel ihrer Landstriche, der Flussniederungen und Wälder, aber auch der vielen um das Jahr 1000 gegründeten Städte, der kunstvoll angelegten Parks und wehrhaften Burgen. So gibt der rückseitige Text des ersten Bandes Auskunft, der allen Interessierten ein Schlüssel sein will zu geheimnisvollen Orten in Mitteldeutschland. Peter Traub, Autor und Fotograf, lädt in diesem Reiseführer zu fünf Routen ein, auf denen Städte wie Quedlinburg und Magdeburg, ehemalige Klöster wie Walkenried und Jerichow, daneben aber auch viele Natur- und Gartenbaudenkmäler in Sachsen-Anhalt zu erkunden sind. Der zweite Band, gemeinsam mit seiner Ehefrau Ilona erstellt, leistet ein Gleiches für die sächsischen Kulturlandschaften zwischen Leipzig und Oberlausitz, Elbsandsteingebirge und Vogtland. In ihren Erkundungen und Fotografien verraten beide einen wachen Sinn für Orte, die es in sich haben, und geben mit präzisen Koordinaten eine Hilfe für sicheres Auffinden an die Hand.

Peter Traub, Magische Orte in Mitteldeutschland. Zwischen Harz und Dessau, Altmark und Kyffhäuser, Mitteldeutscher Verlag GmbH, Halle (Saale) 2016, ISBN 978-3-95462-608-3, 12,95 € (D), 13,30 € (A).

Ilona und Peter Traub, Magische Orte in Mitteldeutschland II. Zwischen Leipzig und Oberlausitz, Elbsandsteingebirge und Vogtland, Mitteldeutscher Verlag GmbH, Halle (Saale) 2017, ISBN 978-3-95462-772-1, 12,95 € (D), 13,30 € (A) (erscheint im Mai 2017).

 

Abbildung Buchtitel


Alfons Gerhardt, Dorothee Sandherr-Klemp
Du gibst mir neue Kraft
Gebete für Tage der Krankheit

Wer krank ist, sucht Trost und Halt. In seiner langjährigen Tätigkeit als Krankenhauspfarrer hat Alfons Gerhardt mit vielen Erkrankten gesprochen. Angst und Verzweiflung, Hoffnung und Erleichterung und andere Empfindungen sind ihm dabei begegnet. Über die Jahre haben sie sich in Gebeten und Kurzmeditationen verdichtet, die in diesem Band in Auswahl zusammengestellt sind. Sie bieten Erkrankten Worte, mit denen sie ihre Gefühle und Eindrücke vor Gott tragen können. Ebenso können mithilfe dieses Buches Krankenbesuche und die Feier der Krankenkommunion vorbereitet werden.

Alfons Gerhardt, Dorothee Sandherr-Klemp, Du gibst mir neue Kraft. Gebete für Tage der Krankheit, Butzon & Bercker GmbH, Kevelaer 2016, ISBN 978-3-7666-1724-8, 9,95 € (D), 10,20 € (A).

Buchtitel Christian Herwartz und andere


Christian Herwartz u.a.
Im Alltag der Straße Gottes Spuren suchen
Persönliche Begegnungen in Straßenexerzitien

Der Jesuitenpater Christian Herwartz hat über 35 Jahre in einer offenen Wohngemeinschaft in Berlin-Kreuzberg gelebt. Jahrzehnte hat er als Arbeiterpriester in Fabriken gearbeitet. Spiritualität und gesellschaftliches Engagement, so seine tiefe Überzeugung, gehören untrennbar zusammen.

Exerzitien auf der Straße – für diese Form geistlicher Übungen mitten im Leben einer Großstadt war Herbartz’ Kreuzberger WG lange Zeit ein Geheimtipp. Zentral dabei: Bereit sein, sich auf fremde Menschen und überraschende Erfahrungen einzulassen. Wer will mir heute begegnen? Mit dieser Frage einen Flüchtling wahrzunehmen, der meines Weges kommt, einen greisen türkischen Mann, der vor mehr als 50 Jahren nach Deutschland gekommen ist, ein kleines Mädchen, das seinen Weg sucht – das ermöglicht Momente, die normalerweise eher untergehen. Momente, die das Mysterium des Lebens inmitten der Welt, sozusagen „am Hauptbahnhof“ (Joseph Beuys) erfahrbar machen.

Nun gibt es für alle Interessierten dieses Buch, in dem Herwartz und viele andere Autorinnen und Autoren in sehr persönlichen Schilderungen vor Augen treten lassen, was sie bei Exerzitien auf der Straße erlebt haben. Sie schreiben von dem, was sie als Mensch, als Christ verändert hat, wie Gott ihr Herz getroffen hat. Geistliche und biblische Reflexionen zu den verschiedenen Etappen der Straßenexerzitien runden diesen Band ab und können zu eigenen Straßenexerzitien anleiten.

Christian Herwartz u.a., Im Alltag der Straße Gottes Spuren suchen. Persönliche Begegnungen in Straßenexerzitien, Neukirchener Aussaat (Neukirchen-Vluyn) 2016, ISBN 978-3-7615-6270-3, 11,99 € (D), 12,30 (A).

Im Internet: www.strassenexerzitien.de

Betagter VW-Bus vor einem Wald


Susanne Breit-Keßler u.a. (Hg.)
Lust und Last der späten Jahre
Lebenskunst im Angesicht des Alters

Dass die Bevölkerung Deutschlands weiterhin altert, ist bekannt. In den vergangenen 150 Jahren hat sich die Lebenserwartung in Deutschland mehr als verdoppelt. Jeder Fünfte ist älter als 65 Jahre, zur Mitte des Jahrhunderts soll es bereits jeder Dritte sein. Dieser Wandel hat Auswirkungen auf das soziale und kulturelle Leben, aber auch im Leben des Einzelnen wird sichtbar, wie fließend die Grenzen zwischen Jung und Alt geworden sind. Noch nie gab es so viele gesunde und aktive Menschen in hohem Alter, und noch nie waren so viele Menschen pflegebedürftig wie heute. „Lust & Last des Alters“ heißt eine kleine Publikation, die dieses Thema aus christlicher Sicht in den Blick nimmt. Das Lesebuch, das die Münchener Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler herausgegeben hat, will den „Best Agers“ Denkanstöße und praktische Hinweise geben, die verschiedenen Aspekte des Alters wahrzunehmen und sich ihnen zu stellen. Ein gelungener Streifzug durch eine immer komplexer werdende Lebensphase, für Jung und Alt hilfreich zu lesen.

Susanne Breit-Keßler (Hg.), Lust & Last der späten Jahre – Lebenskunst im Angesicht des Alters, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2016, ISBN 978-3-579-06204-4, 12,99 € (D), 13,40 € (A).

Abbildung Buchtitel


Silja Walter
Das dreifarbene Meer
Meine Heilsgeschichte – eine Biografie

Vielen MAGNIFICAT-Leserinnen und -Lesern ist ihr Name vertraut: Silja Walter, die viele tiefgründige geistliche Gedichte geschaffen hat. Dass sie als Sr. Hedwig im Benediktinerinnenkloster Fahr an der Limmat gelebt hat, wissen nur wenige. Dieses Buch gibt Einblick in ihren Lebensweg und ihre persönliche Welt.

Silja Walter, Das dreifarbene Meer. Meine Heilsgeschichte – eine Biografie, Topos plus Verlagsgemeinschaft, Kevelaer 2016, ISBN 978-3-8367- 0017-7, 17,95 € (D), 18,40 € (A).

Porträt Reinhold Messner


Ein Interview mit Reinhold Messner
Die Grenzen der Seele wirst du nicht finden
Über die Fragen unserer Zukunft

Seine Sätze sind provokant. „Wenn es einen Gott gibt, dann bin auch ich Gott“, zum Beispiel. Aber dann erklärt sich der Extrembergsteiger Reinhold Messner, es wird deutlich, dass er sich als Teil eines Ganzen begreift, was ihn die Ehrfurcht vor der Natur gelehrt hat. Und dann sind seine durchaus strittigen Aussagen nachdenkenswert, bringen die eigenen Vorstellungen auf den Prüfstand. In dem Buch „Die Grenze der Seele wirst du nicht finden. Über die Fragen unserer Zukunft“ hat der bekannte Journalist Michael Albus ein ausführliches Interview mit Reinhold Messner veröffentlicht. Mehrere Tage hatte er mit ihm verbracht, in einigen intensiven Gesprächen über Gott und die Welt befragt. In dem Gespräch begegnet ein unbekannter Messner, weniger der Extremsportler, der von einem Gipfel zum anderen jagte, um sich den Weltruhm des unnachgiebigen Gipfelstürmers zu geben, sondern ein nachdenklicher, sensibler und vorsichtiger Messner, der durchaus über seine innersten Gefühle Auskunft gibt. Und wie er es mit der Religion hält. Messner und Albus kennen sich seit vielen Jahren, und das merkt man dem Gespräch auch an. Da gehen beide an die Grenzen, ohne den anderen zu verletzen oder ihn bloßstellen zu wollen. Beide leitet das Interesse an der Sache und aneinander. Wer den bekannten Bergsteiger und Museumsmanager kennenlernen will, der sollte zu dem Bändchen greifen. Überraschungen wird es mit Sicherheit geben.

Reinhold Messner, Die Grenzen der Seele wirst du nicht finden. Über die Fragen unserer Zukunft. Im Gespräch mit Michael Albus, Butzon & Bercker GmbH, Kevelaer 2016, ISBN 978-3-7666- 2238-9, 14,95 € (D), 15,40 € (A).

Abbildung Buchtitel


Marc Witzenbacher
Beter, Mönche und Gelehrte
Porträts engagierten Christseins

Biografien erfreuen sich großer Beliebtheit. Genauso erzählen sich auch die Christen schon seit früher Zeit vom Leben der Heiligen und Märtyrer. Deren Vorbild spornt sie seit jeher an, das eigene Leben kritisch zu bedenken. In dieser Tradition stellt das Buch zahlreiche wichtige Persönlichkeiten sowie einige Gruppen und Orte des kirchlichen Lebens aus Vergangenheit und Gegenwart vor.

Marc Witzenbacher, Beter, Mönche und Gelehrte. Porträts engagierten Christseins (Edition Magnificat), Verlag Butzon & Bercker Kevelaer [2015], ISBN 978-3-7666-2200-6, 16,95 € (D), 17,50 € (A).

 

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