Aktuelles

 

Auf dieser Seite finden Sie neben aktuellen Terminen und Informationen auch Hinweise auf beachtenswerte Publikationen. Weitere Seiten mit Bezug zum laufenden Monat: der Inhalt der aktuellen Ausgabe und ein liturgischer Kalender für das deutsche Sprachgebiet.

 

Gebetsanliegen des Papstes
 

Gebetsanliegen für Mai 2024

Für die Ausbildung von Ordensleuten und Priesteramtskandidaten:
– Beten wir, dass Ordensleute und Seminaristen auf ihrem Berufungsweg durch eine menschliche, pastorale, spirituelle und gemeinschaftliche Ausbildung wachsen, die sie zu glaubwürdigen Zeugen des Evangeliums macht.

Weitere Informationen zum monatlichen Gebetsanliegen sowie geistliche Kurzimpulse für jeden Tag finden Sie auf den Internetseiten des Weltweiten Gebetsnetzwerks des Papstes.

Monatlich wird vom Vatikan ein zentrales Gebetsanliegen veröffentlicht, das der Heilige Vater allen Glaubenden ans Herz legt. Eine Möglichkeit, sich mit dem Papst im aktuellen Gebet zu verbinden, bietet ferner die Dokumentation von Audienzen und Angelusgebeten auf den Seiten der vatikanischen Informationsdienste – dort lässt sich nachverfolgen, in welchen aktuellen Anliegen Papst Franziskus gebetet hat.

 

Ökumenischer Fürbittkalender
 

Infografik Ökumenischer Fürbittkalender

In Gottes Händen
Glaubende weltweit beten füreinander

„Das Gebet ist das Herzstück der ökumenischen Bewegung“, heißt es auf den Internetseiten des Ökumenischen Rates der Kirchen zum Ökumenischen Fürbittkalender. „Jesus hat darum gebetet, dass wir eins sein mögen, geeint in Gott im Geheimnis der Dreieinigkeit. Dies ist die Grundlage und das Ziel unseres Strebens nach Einheit.“

Weil der Anfang dieser Einheit im Gebet liegt, ja, weil das Gebet füreinander diese Einheit im Anfang schon ist, lädt der Ökumenische Fürbittkalender ein, im Jahreslauf aller Gegenden der Erde zu gedenken. Sich im Gebet mit Glaubenden in aller Welt zu verbinden, das heißt, einander Gottes Hand anzuvertrauen. Es heißt auch, Bewusstsein füreinander zu entwickeln. Sehen zu lernen, in welcher Lage sich andere Menschen befinden und was sie uns zu sagen und mitzugeben haben.

Wenn Sie auf die nebenstehende Grafik oder den obigen Link klicken (am besten mit Rechtsklick einen neuen Tab öffnen), werden Sie zur Webpräsenz des Weltkirchenrats – www.oikoumene.org – weitergeleitet. Dort sind für die aktuelle und die kommende Woche die Länder aufgeführt, für die jeweils gebetet wird. Auf der dort verlinkten Seite finden Sie Anregungen für Ihr fürbittendes Gebet, die auf die betreffende Erdregion zugeschnitten sind.

Den Anregungen zugrunde liegt der ökumenische Fürbittkalender In Gottes Hand. Gemeinsam beten für die Welt. Gebete aus der weltweiten Ökumene / in Zusammenarbeit mit dem Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) hrsg. von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK). Aus dem Englischen übersetzt von Friederike Gralle, Frankfurt/Main: Lembeck, Paderborn: Bonifatius 2008.

 

Portrait Dr. Edmund Bercker (1936–2024)Dr. Edmund Bercker · Foto: privat
 

Das Erste, das der Mensch im Leben vorfindet,
das Letzte, wonach er die Hand ausstreckt,
das Kostbarste, was er im Leben besitzt,
ist die Familie.

Adolph Kolping

 

Wir sind traurig.

Nach einem erfüllten Leben verstarb am Samstag, dem 3. Februar 2024, Herr Dr. Edmund Bercker, zu Hause im Kreise seiner Familie. Als Geschäftsführer und Gesellschafter der Butzon & Bercker GmbH hat er über viele Jahrzehnte das Unternehmen durch Tatkraft, Verlässlichkeit und Engagement geprägt und es erfolgreich in die Zukunft geführt. Als er 2016 die Unternehmensführung in die Hände der nächsten Generation legte, stand er auch weiterhin vertrauensvoll und beratend zur Seite. Bei seinen Geschäftspartnern war er ebenso geschätzt wie bei seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, für die er stets ein offenes Ohr hatte. Durch seinen Tod verliert das Unternehmen einen in jeder Hinsicht besonderen Menschen und eine charakterstarke Verlegerpersönlichkeit mit einem klaren christlichen Kompass. Sein Unternehmergeist wird in der Firma stets in guter Erinnerung bleiben und Vorbild sein.

HAP Grieshaber, Die Wallfahrt nach Kevlaar, 1975 (Farbholzschnitt, Privatbesitz)HAP Grieshaber, Die Wallfahrt nach Kevlaar, 1975, Farbholzschnitt, Privatbesitz
 

Zur Person:

Edmund Bercker studierte in Tübingen (Dr. phil.) und trat 1966 in das Unternehmen ein. 1970 wurde er Geschäftsführer der Butzon & Bercker GmbH und übte diese Funktion bis 2016 aus. Viele Jahre engagierte er sich im Verband Katholischer Verleger und Buchhändler (VKB), in dessen Nachfolgeorganisation, dem Katholischen Medienverband, sowie in der Verlagsgruppe Engagement. Für den VKB wurde er zum Mitglied der Publizistischen Kommission des Zentralkomitees deutscher Katholiken (ZdK) berufen. Er war in seiner Zeit einer der profiliertesten katholischen Verleger des deutschsprachigen Raums.
Edmund Bercker war aber auch ein absoluter Familienmensch. Seine Frau Christel, seine vier Kinder und seine acht Enkelkinder waren für ihn der Mittelpunkt seines Lebens. Seiner Heimatstadt Kevelaer fühlte er sich Zeit seines Lebens sehr verbunden und er engagierte sich viele Jahre als stellvertretender Bürgermeister, als Ortsvorsteher und als Mitgründer für die Kevelaerer Bürgerstiftung „Seid einig“. Er war geschätztes Ratsmitglied und Mitglied im Kirchenvorstand der Kirchengemeinde St. Marien.
Wegen seines fachlichen Könnens und seiner menschlichen Größe wurde er allseits geschätzt und geachtet.

 

Solidarität mit Israel, Mitgefühl mit den Opfern des Angriffs und des Krieges

Am 7. Oktober 2023, dem jüdischen Fest der Torafreude, hat die islamistische Terrororganisation Hamas israelische Siedlungen und ein Festival überfallen und so viele Bürgerinnen und Bürger Israels ermordet wie kein Ereignis seit der Schoa. Uns fehlen die Worte für die Brutalität und Unmenschlichkeit dieses Angriffs. Unser tiefes Mitgefühl gilt den Ermordeten und ihren Familien und Freunden sowie den Menschen, die noch immer von der Hamas als Geiseln festgehalten werden. Dass in Gaza viele unbeteiligte Zivilisten, die zum Teil seit Jahren unter dem Terrorregime der Hamas leiden, jetzt durch den Krieg getötet werden oder zu Schaden kommen, erfüllt uns mit Trauer und Schmerz.

Seit dem Angriff auf Israel tritt auch bei uns Antisemitismus in einem Ausmaß zutage, dass man sich nur schämen kann. Jüdinnen und Juden werden bei weitem nicht nur von islamistischen Kreisen, sondern sogar aus der Mitte unserer Gesellschaft bedroht. Auch Muslime werden pauschal mit den Terrorattacken in Verbindung gebracht. Wir setzen uns dafür ein, das Ziehen vorschneller und unberechtigter Verbindungen zu unterlassen, und verweigern uns populistischen Bestrebungen, den Nahostkonflikt für die Spaltung unserer Gesellschaft zu instrumentalisieren.

Was können wir als Glaubende – über das Gebet um Frieden und Gerechtigkeit hinaus – in der aktuellen Situation tun? Uns tragen lassen vom Gott Abrahams, den wir gemeinsam verehren und der sich nicht von einer Seite vereinnahmen lässt, sondern stets auf Seiten derer steht, denen Unrecht angetan wird. An die Menschen denken, die wir im Heiligen Land kennen, ihnen vielleicht unsere Unterstützung zusichern, sodass sie spüren, dass sie nicht allein dastehen. Offen bleiben für die Israelis und Araber, die Juden, orientalischen Christen und Muslime in unserem Bekanntenkreis. Uns im Bewusstsein unserer Distanz zum Konflikt der schwierigen Aufgabe stellen, dem jeweiligen Gegenüber gerecht zu werden und zugleich auf Differenzierung in der Sache zu achten. Zuhören und Aushalten von Widersprüchen kann da Priorität zukommen.

Bitte achten Sie auf sich selbst, dass Sie angesichts der vielen Belastungen in der Gegenwart Mut, Zuversicht und Vertrauen bewahren. Gott segne und schütze Sie!

Johannes Bernhard Uphus

 

 

Termine

 

Martinikirche am Brühl, ErfurtKatholische Martinikirche am Brühl, Erfurt · Foto: TomKidd · CC BY-SA 3.0
 

Ökumenisches Stundengebet beim Katholikentag in Erfurt

Von Mittwoch, dem 29. Mai, bis Sonntag, den 2. Juni 2024, über Fronleichnam, lädt der 103. Deutsche Katholikentag nach Erfurt ein. Die Landeshauptstadt Thüringens, eine Stadt mit reicher fast 1300jähriger Geschichte, hat auch für die Ökumene besondere Bedeutung:

Hier erlebte der junge Augustinermönch Martin Luther entscheidende Jahre, in denen seine Überzeugung von der befreienden Kraft des Evangeliums reifte. Hier hatte 200 Jahre vor ihm Meister Eckhart als Prior des Prediger- (Dominikaner-) Klosters mit seiner kraftvollen Mystik wesentliche Grundlagen für Luthers geistlichen Durchbruch gelegt. Und nicht zuletzt gibt es hier eine der ältesten jüdischen Gemeinden auf deutschem Boden, deren Geschichte bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht und deren Alte Synagoge heute die älteste erhaltene in Europa ist.

Erfurt, eine Stadt, die auch in jüngerer Geschichte prägend gewesen ist: man denke an das katholische Priesterseminar der DDR, das hier angesiedelt war, oder auch an den Besuch Willy Brandts im März 1970, einen entscheidenden Impuls seiner Entspannungspolitik, oder die friedlichen Demonstrationen von 1989, die auch in Erfurt zum demokratischen Wandel in der DDR beitrugen.

„Zukunft hat der Mensch des Friedens“ (Psalm 37,37)

Dieses Leitwort ist also mit Bedacht und Geschick gewählt, und so wird uns in unseren Stundengebeten der große Weisheitspsalm über die drei Tage begleiten, dem es entnommen ist.

Wir feiern unsere Stundengebete von Donnerstag Abend bis Samstag zur Nacht in der katholischen Martinikirche am Brühl zu Füßen des Dombergs (Brühler Straße 55, 99094 Erfurt, Tram 2 und 4, Haltestelle Theater).

  • Mittagsgebet (Fr, Sa) 12.30–13.00 Uhr
  • Abendlob (Do, Fr, Sa) 18.30–19.00 Uhr
  • Nachtgebet (Do, Fr, Sa) 22.00–22.30 Uhr

Die Mitglieder unseres Teams freuen sich über jede*n, die* mitbetet und -singt, und steht gern nach jedem Gottesdienst für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

Herzlich willkommen!

Johannes Bernhard Uphus

 

 

Informationen

 

Titelseite Magnificat Dezember 2023: Geburt Christi und Verkündigung an die Hirten (Bamberger Apokalypse, Reichenau, Anfang 11. Jahrhundert)

Änderungen in MAGNIFICAT

Im neuen Jahrgang 2024 greifen ein paar Neuerungen in MAGNIFICAT.

  • An erster Stelle werden Sie in den Texten zur Eucharistiefeier nun durchgehend – auch an den Werktagen – die revidierte Einheitsübersetzung von 2016 zu lesen bekommen. Im Morgen- und Abendgebet bleibt es bis zum Erscheinen der neuen liturgischen Bücher weiterhin bei der Einheitsübersetzung von 1980.

Aufgrund der allgemeinen Inflation und insbesondere der gestiegenen Holz- und Papierpreise haben wir leider erneut die Preise anheben müssen. Und wir haben uns überlegt, wie Seiten eingespart werden können, ohne MAGNIFICAT in der Substanz, dem Gebetsteil und den Beiträgen am Schluss, Abbruch zu tun. Zwei Änderungen sind Ihnen vielleicht schon aufgefallen:

  • Die Gottesdienste im ZDF und der Hinweis zum DOMRADIO sind auf die letzte Seite gerückt, dort sind sie jetzt schneller auffindbar.
  • Außerdem ist die zweiseitige Namenstagsübersicht am Ende jeder Ausgabe entfallen, die die ausführlicheren Hinweise auf die Namenspatrone zu Tagesbeginn bisher verdoppelte. Sie können sie nun, jährlich aktualisiert, von unserer Webseite herunterladen.

Zusätzlich haben wir uns auf folgende Maßnahmen geeinigt:

  • Der Einführungsband „Die Feier des Stundengebets. Die Wort-Gottes-Feier. Die Feier der Eucharistie“ wird aus dem Abonnement herausgenommen. Über den Leserservice kann er weiterhin bezogen werden.
  • Am deutlichsten spürbar wird für Sie sicher der Wegfall der Heiligen Woche als eigenständige Ausgabe; sie wird künftig in den jeweiligen Monat integriert, sodass nur mehr 12 Ausgaben pro Jahr erscheinen.
  • Schließlich wird die Beitragsreihe „Die Mitte erschließen“, die vom Jahresthema unabhängig ist, jeweils dann erscheinen, wenn sie keine Erweiterung des Umfangs erfordert.

Eine Reihe von Änderungen, wie Sie sehen – wir hoffen aber, dass Sie damit gut zurecht kommen werden. Denn nicht nur wirtschaftlichen Notwendigkeiten kommen wir damit nach, wir tragen auch zur Einsparung von kostbaren Ressourcen wie Holz und Wasser bei.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch auf unsere digitalen Formate hinweisen, die Sie zu deutlich günstigerem Preis über unsere Webseite oder den Leserservice bestellen können. Sie bieten den großen Vorteil, dass sie auf elektronischen Geräten einfach vergrößert, mit Notizen versehen und auch in Teilen ausgedruckt werden können.

Johannes Bernhard Uphus

 

 

Medienempfehlungen

 

Titelseite Huub Oosterhuis, Solang es Menschen gibt auf Erden
 

Solang es Menschen gibt auf Erden
Neues Oosterhuis-Liederbuch bei Herder

Es war sein Erstling, entstanden 1959 auf einer Fahrradfahrt durch die Felder um Groningen: „Solang es Menschen gibt auf Erden“. In Dieter Trautweins deutscher Fassung ist es seit Mitte der 1970er Jahre im Gebrauch (GL2013: 425, GL1975: 300), gesungen zur Melodie von Tera de Marez Oyens-Wansink von 1959. Als titelgebendes Stück dieses Bandes markiert es auch dessen Eigenart: Hier liegt es in neuer Übertragung von Oosterhuis’ langjährigem Mitarbeiter Cornelis „Kees“ Kok vor und ist mit einer traditionellen Straßburger Melodie verbunden, vielen vom Offertoriumslied „Was uns die Erde Gutes spendet“ (GL 186) bekannt. Ähnlich versammelt dieses Liederbuch eine Vielzahl von Liedern und Gesängen nach Texten des Ostern 2023 verstorbenen Dichters, einige schon aus dem ersten Herder-Liederbuch „Du Atem meiner Lieder“ bekannt, aber alle noch einmal gesichtet und aktualisiert.

Wer Huub Oosterhuis’ Spiritualität, die von tiefgreifender Auseinandersetzung mit der Bibel lebt, bereits schätzt oder erst kennenlernen möchte, ist mit diesem Band bestens beraten. Zum 90. Geburtstag an Allerheiligen 2023 erschienen, darf man ihn gut und gern als Oosterhuis’ geistliches Vermächtnis in deutscher Sprache bezeichnen.

Huub Oosterhuis, Solang es Menschen gibt auf Erden. 150 Lieder zwischen Zweifel und Vertrauen, mit Musik von Bernard Huijbers, Tom Löwenthal, Antoine Oomen u.a. herausgegeben von Cornelis Kok, © Verlag Herder, Freiburg im Breisgau 2023, ISBN 978-3-451-39711-0, 282 Seiten, 24 € (D).

Johannes Bernhard Uphus

 

Christus-und-Johannes-Gruppe (um 1330/1340), Liebieghaus Frankfurt am MainSymbolbild: Christus-Johannes-Gruppe (um 1330/40), Liebieghaus Frankfurt a.M.
 

Das andere Evangelium
Entstehung, Gestalt, System des Johannesevangeliums
Dokumentation und Fiktion

Ludger Schenke, emeritierter Neutestamentler aus Mainz, hat sich über Jahrzehnte mit dem Johannesevangelium befasst. Diesem intensiven Studium verdankt sich nicht nur sein exegetischer Kommentar, aus dem MAGNIFICAT des öfteren schöpft, sondern noch eine weitere Publikation, die wie jener online verfügbar ist: „Das andere Evangelium“. Das Außergewöhnliche daran: Sie nähert sich ihrem Sujet erzählerisch, dokumentiert die Früchte langjähriger wissenschaftlicher Arbeit auf eine Art, die Lesende gleichsam bei der Hand nimmt und mit teils fiktiven Elementen in die Welt dieser epochalen biblischen Schrift hineinführt. Eine spannend zu lesende Architekturgeschichte dieses einzigartigen Zeugnisses frühchristlich-biblischer Christusmystik, die dessen Umwelt und Aufbau neu sehen hilft.

Von den Gutenberg Open Sience-Seiten der Universitätsbibliothek Mainz können Sie sich „Das andere Evangelium“ im PDF-Format herunterladen (bitte auf der sich öffnenden Seite nach unten scrollen, dort erscheint die Downloadmöglichkeit). Der persönliche Gebrauch ist frei.

Johannes Bernhard Uphus

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