Aktuelles

Auf dieser Seite finden Sie neben aktuellen Terminen und Informationen auch Hinweise auf beachtenswerte Publikationen. Weitere Seiten mit Bezug zum laufenden Monat: der Inhalt der aktuellen Ausgabe und ein liturgischer Kalender für das deutsche Sprachgebiet mit einer ganzjährigen Namenstagsübersicht.
 

Gebetsanliegen des Papstes
 



Gebetsanliegen für Juli 2019

Bitten wir um Integrität der Justiz:
– dass jene, die in der Justiz tätig sind, rechtschaffen arbeiten, damit das Unrecht dieser Welt nicht das letzte Wort hat.

Weitere Informationen zum monatlichen Gebetsanliegen sowie geistliche Kurzimpulse für jeden Tag finden Sie auf den Internetseiten des Weltweiten Gebetsnetzwerks des Papstes.

Monatlich wird vom Vatikan ein zentrales Gebetsanliegen veröffentlicht, das der Heilige Vater allen Glaubenden ans Herz legt. Eine Möglichkeit, sich mit dem Papst im aktuellen Gebet zu verbinden, bietet ferner die Dokumentation von Audienzen und Angelusgebeten auf den Seiten der vatikanischen Informationsdienste – dort lässt sich nachverfolgen, in welchen aktuellen Anliegen Papst Franziskus gebetet hat.

 

Ökumenischer Fürbittkalender
 

Diese Woche beten wir für



In Gottes Händen
Glaubende weltweit beten füreinander

„Das Gebet ist das Herzstück der ökumenischen Bewegung“, heißt es auf den Internetseiten des Ökumenischen Rates der Kirchen zum Ökumenischen Fürbittkalender. „Jesus hat darum gebetet, dass wir eins sein mögen, geeint in Gott im Geheimnis der Dreieinigkeit. Dies ist die Grundlage und das Ziel unseres Strebens nach Einheit.“

Weil der Anfang dieser Einheit im Gebet liegt, ja, weil das Gebet füreinander diese Einheit im Anfang schon ist, lädt der Ökumenische Fürbittkalender ein, im Jahreslauf aller Gegenden der Erde zu gedenken. Sich im Gebet mit Glaubenden in aller Welt zu verbinden, das heißt, einander Gottes Hand anzuvertrauen. Es heißt auch, Bewusstsein füreinander zu entwickeln. Sehen zu lernen, in welcher Lage sich andere Menschen befinden und was sie uns zu sagen und mitzugeben haben.

Wenn Sie im Fenster „Diese Woche beten wir für…“ auf die Ländernamen klicken (am besten mit Rechtsklick einen neuen Tab öffnen), werden Sie zur Webpräsenz des Weltkirchenrats – www.oikoumene.org – weitergeleitet. Auf der entsprechenden Seite finden Sie Anregungen für Ihr fürbittendes Gebet, die auf die betreffende Erdregion zugeschnitten sind.

Den Anregungen zugrunde liegt der ökumenische Fürbittkalender In Gottes Hand. Gemeinsam beten für die Welt. Gebete aus der weltweiten Ökumene / in Zusammenarbeit mit dem Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) hrsg. von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK). Aus dem Englischen übersetzt von Friederike Gralle, Frankfurt/Main: Lembeck, Paderborn: Bonifatius 2008.

 

Termine
 

Heilig-Kreuz-Kirche Frankfurt/Main-BornheimHeilig-Kreuz-Kirche, Frankfurt am Main-Bornheim
Foto: Jürgen Heegmann – Eigenes Werk (Ausschnitt), CC BY-SA 3.0
https://bit.ly/2FeAHao


Ökumenisches Stundengebet Rhein-Main
Abendlob im Meditationszentrum Heilig Kreuz, Frankfurt-Bornheim

Seit 2007 ist die Heilig-Kreuz-Kirche im Frankfurter Stadtteil Bornheim Sitz des Zentrums für christliche Meditation und Spiritualität des Bistums Limburg, des ersten seiner Art in Deutschland. Dort können Interessierte sich auf unterschiedlichsten Wegen geistlich bilden; Kontemplatives Beten gehört ebenso zum Programm wie Zen und Exerzitien. Seit Januar 2019 gibt es ein monatliches Abendlob. Jeweils am letzten Sonntag findet es um 18.00 Uhr statt. Mitglieder des Netzwerks Ökumenisches Stundengebet bereiten die Gottesdienste vor.

Nächste Termine:
29.09. · 27.10. · 24.11. · 29.12. · 26.01.2020 · 23.02.2020

Heilig Kreuz – Zentrum für christliche Meditation und Spiritualität · Kettelerallee 45 · 60385 Frankfurt
Tram 14 Ernst-May-Platz (Endhaltestelle) · U7 Eissporthalle/Festplatz

meditationszentrum.bistumlimburg.de

 

 

Informationen

 

Veränderungen bei der MAGNIFICAT-App

Wir entwickeln unsere MAGNIFICAT-App kontinuierlich mit unserem Partner für Sie weiter. Um auch für die Zukunft gewappnet zu sein und Ihnen immer die neusten Funktionen ermöglichen zu können, werden wir am 13.07.2019 alle Ausgaben in einem neuen Format in der App anbieten. Durch diese Umstellung werden Sie leider Ihre Anmerkungen und Lesezeichen, die Sie in Ihren Ausgaben gemacht haben, verlieren. Daher bieten wir in einer Übergangsphase beide Versionen der Ausgaben an, so dass Sie Ihnen wichtige Anmerkungnen von einer Ausgabe in die andere Ausgabe selbst übertragen können.

Ab dem 05.08.2019 werden dann die Ausgaben im alten Format nicht mehr verfügbar sein.

 

Seite aus Magnificat: Psalm 98

Psalmen einfach singen

Wer das Stundengebet beispielsweise in Klöstern erlebt, kann einen Eindruck davon bekommen, wie dicht und reich die Psalmodie, das liturgische Singen von Psalmen, sein kann. Zugleich aber wird dabei schnell klar, wie anspruchsvoll der klassische gregorianische Psalmengesang auch in seiner deutschen Gestalt ist. Dass auch die Gesangbücher wie Gotteslob und Katholisches Kirchengesangbuch der Schweiz sich an diesem Standard orientieren, erschwert es heute leider vielen Menschen, Psalmen überhaupt mitzusingen.

Axel Simon, Kantor und Referent für Kirchenmusik am Deutschen Liturgischen Institut, hat nun einen Weg aus diesem Dilemma gewiesen. In einem schlichten Flyer hat er einfache Modelle vorgelegt, die sich leicht merken lassen und es so ermöglichen, Psalmen auch ohne Noten zu singen. Aber es ist fast noch wichtiger, das Prinzip zu verstehen, aus dem diese Modelle entwickelt sind: Als Basis kann der eine durchgehaltene Rezitationston genommen werden. Sodann können Schritt für Schritt ein zweiter und dritter Ton hinzutreten in dem Sinn, dass man jeweils auf der letzten betonten Silbe im Halbvers wechselt.

Wer sich dies einmal erschlossen hat, wird auch mithilfe von Psalmdrucken wie dem nebenstehenden aus MAGNIFICAT Psalmen singen können – auch mit anderen zusammen, weil die Methode denkbar einfach ist.

Möglicherweise könnten die Psalmen so auch als Basis-Gesangsschule für Menschen werden, die meinen, nicht singen zu können; denn Psalmen wollen einfach gesungen werden. Es geht nicht primär um richtige und falsche Töne und auch nicht um klangliche Schönheit. Es geht um Person, Stimme und Haltung derer, die singen.

Der Flyer „Er gibt mir ein neues Lied in den Mund“ kann beim Deutschen Liturgischen Institut bestellt oder als pdf-Datei heruntergeladen werden.

 


Medienempfehlungen

 

Buchtitel Ballhorn, Steins u.a., 73 Ouvertüren

Im Anfang...

Dunkel im Saal. Alle sitzen, gespannte Stille. Da plötzlich, der erste Ton, eine erste Folge von Tönen: Sofort entsteht Atmosphäre. Die quirligen Achtel von Mozarts Figaro, in denen die ganze Turbulenz der folgenden Handlung den Raum füllt, oder das Liebesmahl-Thema aus dem Parsifal, zu dem später die Worte „Nehmet hin meinen Leib“ erklingen werden: Ouvertüren tun eine Welt auf.

„Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde“: ein Satz von ganz ähnlicher Wirkung. Nur fundamentaler, allumfassender. Wie eine „Stimme aus dem Nichts, die alles überschaut, sogar den Anfang von allem“ – so heißt es im Band 73 Ouvertüren über den Beginn der Genesis (25).

Ein genialer Einfall, um in sämtliche Bücher der Bibel einzuführen: Ausgehend von den jeweils ersten Kapiteln wird der Bogen über das Ganze aufgespannt – über das einzelne Buch ebenso wie, in der Zusammenschau, über die komplette Bibel. Nicht einfach die Genese einer biblischen Schrift erklären, nein: der Leserin, dem Leser die Augen für sie öffnen, darum geht es.

Immer je neu zu lesen, schreibt der Dichter Arnold Stadler in seinem Vorwort, das wäre die schönste Art, der Bibel zu begegnen. Oder wenigstens wie beim Wiedersehen mit dem besten Freund; denn die Bibel sei ein Buch, das Evangelium eine Botschaft, „die als Lebensbegleiter einen Menschen und Leser bis zum Ende seiner Zeit zu tragen vermag“ (23).

Gegliedert ist der Band durch Einschaltkapitel, die jeweils Bibel als Tora (Geschichte/Prophetie/Evangelium …) lesen überschrieben sind. Rückblicke, die das ihnen vorausgehende Schriftenkorpus aufs große Ganze beziehen und damit anleiten, die Bibel insgesamt aus den Perspektiven wahrzunehmen, die durch ihre Teile in ihr angelegt sind. „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ – der Vergleich mit Psalm 1 etwa zeigt, dass manch Bibeltext auswendig gelernt werden will: weil man mit ihm auch eine Weltsicht lernt, die Zeit (und Wiederholung) braucht, um sich zu erschließen (S. 257f).

Johannes Bernhard Uphus

Egbert Ballhorn, Georg Steins, Regina Wildgruber, Uta Zwingenberger (Hg.), 73 Ouvertüren. Die Buchanfänge der Bibel und ihre Botschaft. Mit einem Vorwort von Arnold Stadler, Gütersloher Verlagshaus 2018, 704 S., ISBN 978-3-579-08237-0, 39,00 € [D], 40,10 € [A]

 

Buchtitel Johannes Huber Woher wir kommen

Auf Zeitreise in die Ewigkeit

Sie möchten einen Überblick gewinnen, wo die Wissenschaften vom All und vom Menschen heute stehen? Antwort finden auf die großen Fragen, die die Menschheit sich immer schon gestellt hat, die Ihnen aber stets viel zu komplex erschienen, um sie auch nur im Ansatz zu verstehen? Warum es keine einfache(n) Antwort(en) gibt, wie faszinierend aber zugleich die Beschäftigung mit den Fragen ist, das zeigt der Wiener Arzt und Theologe Johannes Huber. In Woher wir kommen. Wohin wir gehen lädt er zu nichts weniger ein als dazu, die Ewigkeit zu erforschen.

Sein dreiteiliges Buch beginnt mit einem futuristischen Parforceritt durch die Entstehung des Universums. Rückwärts durch die Zeit geht es mit einem Warp-getriebenen Forschungsraumschiff Arche Noah II, das seine Passagiere – Wissenschaftler aller Disziplinen, aber auch „einfache“ Frauen, Männer und sogar Kinder – durch Milliarden Jahre All-Entwicklung zur Planckschen Mauer bringt, dem absoluten Nullpunkt naturwissenschaftlicher Erkenntnis, um sie einen Blick über den Urknall zurück in die Ewigkeit werfen zu lassen. Wer wir sind ist der Mittelteil überschrieben. Darin zeichnet Huber ein faszinierendes Bild, wie der Mensch bei aller umstrittenen Komplexität der Forschung heute im Universum gesehen wird; stets unterstreicht der Autor dabei, wie sehr der Mensch in seiner Suche nach Antworten Spiegelbild des Schöpfers ist. Welche Gefährdungen, aber auch Chancen der Menschheit in Zukunft bevorstehen, umreißt er im letzten Drittel seines eloquent und äußerst unterhaltsam geschriebenen Werkes. Die schier endlos scheinenden Möglichkeiten von Digitalisierung und Biotechnologie nehmen breiten Raum ein, aber ebenso die Frage, wie sich eine offene Gesellschaft in der Konkurrenz der beiden chinesischen und europäischen Leitkulturen entfalten lassen wird.

Huber wäre kein Theologe, wenn er nicht schlösse mit der Frage nach der Macht und dem Ziel des Individuums, und die Vision, die er entwirft, ist seines fulminanten Aufrisses der Wissensgeschichte durchaus würdig. In jungen Jahren hat der Autor den wegweisenden Konzilsvater und unvergessenen Wiener Erzbischof Franz Kardinal König als Sekretär begleitet; Hubers grundlegende Offenheit gegenüber allen Weltanschauungen bei gleichzeitig klarer christlicher Haltung lässt erkennen, wie prägend diese Zusammenarbeit gewesen sein muss.

Johannes Bernhard Uphus

Johannes Huber, Woher wir kommen. Wohin wir gehen. Die Erforschung der Ewigkeit, edition a, Wien 2018, 298 S., ISBN 978-3-99001-278-9, 24,90 € [D], 24,90 € [A]



 

Grün, Karimi, Im Herzen der Spiritualität

Spirituelle Schätze in Islam und Christentum

Wie sich Christen und Muslime begegnen können, ist das Ziel eines interessanten Buchprojektes, das der Benediktinermönch und Bestsellerautor Anselm Grün zusammen mit dem muslimischen Theologen Ahmad Milad Karimi von der Universität Münster umgesetzt hat. „Im Herzen der Spiritualität“ lautet der Titel des Buches, in dem die beiden Theologen jeweils aus Sicht ihrer Religion nach gemeinsamen Quellen suchen. Es geht ihnen darum, einen von gegenseitigem Respekt und einer spirituellen Neugier geprägten Dialog zu führen. Dabei klammern sie keine Streitthemen aus, sondern packen auch heiße Eisen wie den Wahrheitsanspruch und das Missionsverständnis an. Im Zentrum stehen das Kennenlernen des Anderen und seiner geistlichen Erfahrungen sowie die Frage nach Möglichkeiten gemeinsamer spiritueller Ausdrucksmöglichkeiten. Für alle, die den Islam kennenlernen wollen und Wege zueinander suchen, ist das Buch ein hilfreicher Reiseführer.

Marc Witzenbacher

Anselm Grün/Ahmad Milad Karimi, Im Herzen der Spiritualität. Wie sich Muslime und Christen begegnen können, Verlag Herder, Freiburg im Breisgau 2019, ISBN 978-3-451-03131-1, Euro 20,00 (D), 20,60 (A).

 

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