Aktuelles


Auf dieser Seite finden Sie neben aktuellen Terminen und Informationen auch Hinweise auf beachtenswerte Publikationen. Weitere Seiten mit Bezug zum laufenden Monat: der Inhalt der aktuellen Ausgabe und ein liturgischer Kalender für das deutsche Sprachgebiet mit einer ganzjährigen Namenstagsübersicht.
 

Gebetsanliegen des Papstes
 

Gebetsanliegen für Oktober 2020

Beten wir, dass die Laien – insbesondere Frauen – aufgrund ihrer Taufgnade größeren Anteil an kirchlicher Verantwortung bekommen.

Weitere Informationen zum monatlichen Gebetsanliegen sowie geistliche Kurzimpulse für jeden Tag finden Sie auf den Internetseiten des Weltweiten Gebetsnetzwerks des Papstes.

Monatlich wird vom Vatikan ein zentrales Gebetsanliegen veröffentlicht, das der Heilige Vater allen Glaubenden ans Herz legt. Eine Möglichkeit, sich mit dem Papst im aktuellen Gebet zu verbinden, bietet ferner die Dokumentation von Audienzen und Angelusgebeten auf den Seiten der vatikanischen Informationsdienste – dort lässt sich nachverfolgen, in welchen aktuellen Anliegen Papst Franziskus gebetet hat.

 

Ökumenischer Fürbittkalender
 

Diese Woche beten wir für



In Gottes Händen
Glaubende weltweit beten füreinander

„Das Gebet ist das Herzstück der ökumenischen Bewegung“, heißt es auf den Internetseiten des Ökumenischen Rates der Kirchen zum Ökumenischen Fürbittkalender. „Jesus hat darum gebetet, dass wir eins sein mögen, geeint in Gott im Geheimnis der Dreieinigkeit. Dies ist die Grundlage und das Ziel unseres Strebens nach Einheit.“

Weil der Anfang dieser Einheit im Gebet liegt, ja, weil das Gebet füreinander diese Einheit im Anfang schon ist, lädt der Ökumenische Fürbittkalender ein, im Jahreslauf aller Gegenden der Erde zu gedenken. Sich im Gebet mit Glaubenden in aller Welt zu verbinden, das heißt, einander Gottes Hand anzuvertrauen. Es heißt auch, Bewusstsein füreinander zu entwickeln. Sehen zu lernen, in welcher Lage sich andere Menschen befinden und was sie uns zu sagen und mitzugeben haben.

Wenn Sie im Fenster „Diese Woche beten wir für…“ auf die Ländernamen klicken (am besten mit Rechtsklick einen neuen Tab öffnen), werden Sie zur Webpräsenz des Weltkirchenrats – www.oikoumene.org – weitergeleitet. Auf der entsprechenden Seite finden Sie Anregungen für Ihr fürbittendes Gebet, die auf die betreffende Erdregion zugeschnitten sind.

Den Anregungen zugrunde liegt der ökumenische Fürbittkalender In Gottes Hand. Gemeinsam beten für die Welt. Gebete aus der weltweiten Ökumene / in Zusammenarbeit mit dem Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) hrsg. von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK). Aus dem Englischen übersetzt von Friederike Gralle, Frankfurt/Main: Lembeck, Paderborn: Bonifatius 2008.

 

Termine
 

Wegen der Corona-Pandemie können wir Ihnen zurzeit keine Veranstaltungshinweise geben.

 

 

 

Informationen

 

Porträt Bischof Franz-Josef Overbeck, EssenBischof Dr. Franz-Josef Overbeck · Foto: Nicole Cronauge, Bistum Essen

Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen heute teilen – das tut die Kirche Jesu Christi nach den Eingangsworten der Pastoralkonstitution "Gaudium et spes" des Zweiten Vatikanums. Für Bischof Overbeck aus Essen steht fest: Dies bezeugen Menschen, die mitten in der Weltlichkeit der Welt und der Lebendigkeit des Lebens ihr Glaubenszeugnis geben.

Lesen Sie mehr zur Frage, was Allerheiligen für heutige Christen konkret bedeutet, in unserer aktuellen Ausgabe November 2020.

 

Frankfurt-Bornheim, Heilig Kreuz, von WestenHeilig-Kreuz-Kirche Frankfurt am Main-Bornheim von Westen · Foto: JBU

Abendlob in Frankfurt und Rüsselsheim
Ökumenisches Stundengebet in Rhein/Main zieht Kreise

Schon im zweiten Jahr gibt es in der Bornheimer Heilig-Kreuz-Kirche beim Zentrum für christliche Meditation und Spiritualität ein monatliches Abendlob. Seit September 2020 findet es wieder regelmäßig am letzten Sonntag des Monats um 18 Uhr statt, nun unter den Bedingungen der jeweils aktuellen Corona-Schutzregeln. Gerade in Heilig Kreuz sollen die monatlichen Gebetszeiten helfen, unterschiedliche pandemieverträgliche Konzepte fürs Beten in Gemeinschaft zu erproben.

Heilig Kreuz – Zentrum für christliche Meditation und Spiritualität · Kettelerallee 45 · 60385 Frankfurt
Tram 14 Ernst-May-Platz (Endhaltestelle) · U7 Eissporthalle/Festplatz

meditationszentrum.bistumlimburg.de

Frankfurt, St. Leonhard von SüdenSt. Leonhard, Frankfurt am Main von Süden · Foto: JBU

Dass die Dynamik gemeinsamen Betens auch trotz Corona ihre Kraft weiter entfaltet, zeigt sich an zwei weiteren Orten in Frankfurt und der Region. Seit dem Herz-Jesu-Fest Mitte Juni hat sich an St. Leonhard, Frankfurts ältester Altstadtkirche, ein Abendlob etabliert, das an jedem dritten Freitag im Monat um 18 Uhr stattfindet. Es lehnt sich deutlich an die klassische Form des Stundengebets an und legt seit Beginn besonderen Wert auf das Wort. Anfangs wurden auch Hymnen und Psalmen bewusst abwechselnd gesprochen; inzwischen werden einzelne Elemente wie Kehrverse oder Refrains auch wieder leise gesungen. Wichtig sind besonders die Pausen zwischen den einzelnen Teilen, die das Gehörte einsinken lassen.

St. Leonhard · Am Leonhardstor 25 · 60311 Frankfurt am Main
U4 U5 Dom/Römer · Tram Römer/Paulskirche

www.dom-frankfurt.de/dompfarrei/kirchorte/st-leonhard

Rüsselsheim, St. JosefPfarrkirche St. Josef, Rüsselsheim · Foto: JBU

Seit Anfang Juli hat auch in Rüsselsheim eine Initiative begonnen, einmal monatlich Abendlob zu feiern. Hier wurde der Weg gefunden, Psalmen und Gebete abwechselnd zu sprechen, während Lieder solistisch vorgetragen und zumeist instrumental begleitet werden. Um dem erhöhten Platzbedarf während der Pandemie Rechnung zu tragen, findet das Abendlob in der Pfarrkirche St. Josef statt; sobald die Umstände es erlauben, soll es in der Kapelle der Kirche Auferstehung Christi seinen dauerhaften Ort finden. Uhrzeit ist jeweils 18.30 Uhr; die Termine werden auf den Internetseiten der Gemeinde veröffentlicht.

St. Josef · Paul-Hessemer-Str. 2 · 65428 Rüsselsheim

bistummainz.de/pfarrei/ruesselsheim-st-josef/index.html



Die Kirchorte finden Sie auch auf der interaktiven Karte des Netzwerks Ökumenisches Stundengebet e.V. Wenn Sie auf eine Ortsmarke klicken, werden Informationen zu Adresse, Uhrzeit und Ansprechpersonen eingeblendet.


 


Medienempfehlungen

 

Buchtitel Amos Oz Jesus und Judas

Sieh ganz genau hin!
Amos Oz zu Jesus und Judas

„Die anderen Jungen spielten Basketball oder stellten den Mädchen nach. Ich war in beidem ein hoffnungsloser Fall – doch ich fand Trost bei Jesus.“ (15f) So berichtet es Amos Oz (1939–2018), israelischer Autor von Weltrang, von seiner Jugend in einem Kibbuz. Obwohl das Neue Testament bis heute in jüdischen Schulen vielfach tabu ist, habe er als Sechzehnjähriger die Evangelien gelesen und dabei den Juden Jesus lieben gelernt, seine Vision, seine Zärtlichkeit, seinen Humor. Sein Großonkel Joseph Klausner (1874–1958), ein Begründer des modernen Zionismus, habe ihn – hierin im Gegensatz zu den meisten Juden – folgendes gelehrt: „Wann immer du eine Kirche oder ein Kreuz siehst, sieh ganz genau hin, denn Jesus war einer von uns, einer unserer großen Lehrer“ (12). Jesus von Nazaret als Juden wahrzunehmen, dafür plädiert Oz in seinem Vortrag, den er Ende Mai 2017 in Berlin gehalten hat, mit Nachdruck, und er richtet sich damit nicht nur an Christen, sondern gerade auch an Jüdinnen und Juden. Was er freilich auch herausstellt: die unselige Rolle, die das Judasbild der Evangelien für das Judentum in den vergangenen 2000 Jahren gespielt hat. „Judas“ sei zum Synonym für „Verräter“ und dann nahtlos auf alle Juden übertragen worden, was ihnen in der christlich beherrschten Welt Verachtung und Verfolgung, ja fast die Vernichtung gebracht habe. Insbesondere Judas’ Schilderung in den Passionserzählungen sei dafür verantwortlich – eine für seine Begriffe „jämmerlich schlecht geschriebene Story à la Hollywood“ (21f), der er in seinem Roman Judas eine für ihn plausiblere Sicht entgegenzusetzen versucht habe. Amos Oz wagt einen sehr persönlichen Blick auf die beiden nur scheinbaren Gegenspieler im Neuen Testament; sein leidenschaftliches Plädoyer lädt auch Christinnen und Christen dazu ein, sich neu mit ihnen zu befassen. Abgerundet wird das Bändchen mit zentralen Stellen aus dem Neuen Testament sowie einem Nachwort von Rabbiner Walter Homolka, Rektor des Abraham-Geiger-Kollegs in Potsdam, der die Geschichte der Jesus-Rezeption im Judentum nachzeichnet und nachdrücklich dafür plädiert, ihn als bedeutenden jüdischen Lehrer wahrzunehmen.

Amos Oz, Jesus und Judas. Ein Zwischenruf. Ins Deutsche übersetzt von Susanne Naumann. Mit einem Nachwort von Rabbiner Walter Homolka, Patmos Verlag Ostfildern, 5. Auflage 2019, 96 S., ISBN 978-3-8436-1051-3, ca. 12 € [D], 12,40 € [A]

 

Buchcover Und es wurde Morgen

Die Osterbotschaft in ihrer ganzen Kraft
Ein vertiefender Blick auf die Lesungen der Osternacht

Es sind nicht einfach nur große Bibeltexte, die in der Leseordnung der Osternacht zufällig zusammengestellt wären. Vielmehr bilden sie in dieser Gestalt ein großes Programm: Aus Sünde und Tod soll die Menschheit gerettet werden „durch Gott, der von Anfang an nur das eine will: die Freiheit und das Leben.“ (32) So schreibt der Osnabrücker Alttestamentler Georg Steins in einem Osterbuch, das es in sich hat. Ein Buch, das aufräumt mit verbreiteten Gewohnheiten und fragwürdigen Deutemustern, die sich in die komplexe und dramatische Feier der Osternacht und deren Wahrnehmung eingeschlichen haben. Ein Buch freilich auch, das unterschiedliche Wege aufzeigt, wie ein vertieftes Verständnis für die heilsgeschichtlich hoch relevanten einzelnen Lesungen und ihre kunstvolle Komposition gewonnen werden kann. Ob es um „Licht und Dunkel – biblische Symbole in der Osternacht“ (Egbert Ballhorn, 13–24) oder die „Frohbotschaft von Anfang an – die Schlüsselrolle der alttestamentlichen Lesungen“ geht (Georg Steins, 25–29), schon der hinführende Teil zeigt auf: „Jeder Text der Osternacht ist ein echter Ostertext … Es gibt nicht jenen einen ,Umschlagspunkt‘ in der heiligen Nacht, ab dem erst von der Auferstehung Christi gesprochen werden kann.“ (16) Von kaum zu unterschätzender Bedeutung: Das „Gedicht der vier Nächte“ (32–33 ausführlich zitiert), eine sehr alte jüdische Überlieferung, die die Pessachnacht des Exodus in Beziehung setzt zu anderen Nächten der Heilsgeschichte, von der Nacht über der Urflut über die Nacht auf dem Berg, als Abraham Isaak zu opfern bereit war, bis hin zur endzeitlichen Nacht, die allem Übel ein Ende bereiten und die gemeinsame Herrschaft des Mose und des Messias herbeiführen wird (Georg Steins, „Die vier heiligen Nächte des Gottesvolkes – der innere Zusammenhang der alttestamentlichen Lesungen“, 30–35). Diese Überlieferung hat offenbar die Verantwortlichen der Liturgiereform bei der Neuordnung der Osternachtfeier wesentlich inspiriert, sodass die Auswahl der Lesungen (nicht nur der alttestamentlichen!) erkennen lässt, wie sehr jüdische Pessach-Feier und christliches Osterfest miteinander verbunden sind. Im Kernteil ist jede Lesung in einer möglichst wörtlichen Studienübersetzung wiedergegeben und durch eine präzise Auslegung erschlossen. Abgerundet wird das Buch, eine vollständig überarbeitete und teils grundlegend veränderte Neuausgabe des 2010 erschienenen Titels „Licht – Wasser – Leben“, durch Beiträge namhafter Autoren, die Gestaltungsimpulse für die Osternacht geben, darunter Kurzeinführungen zu den einzelnen Teilen bzw. Lesungen, beispielhafte Predigten und Meditationen. Von besonderem Reiz: Georg Steins’ Anregung, die ursprüngliche Vigil wiederzuentdecken, wie sie in der Lichtfeier und den sieben alttestamentlichen Lesungen samt den zugehörigen Antwortpsalmen und Orationen noch heute greifbar ist, und sie mit dem Taufgedächtnis zu verbinden. Ostern lässt sich neu entdecken, dafür steht dieses Buch. Mehr noch: Mit einem feinfühligen Gespür für die vielfältigen Zusammenhänge, wie sie in diesem Buch einleuchtend dargestellt werden, lässt sich lernen, Ostern würdig und kraftvoll zu feiern.

Johannes Bernhard Uphus

Georg Steins, Egbert Ballhorn, Und es wurde Morgen. Die biblischen Lesungen der Osternacht, Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2020, 176 S., ISBN 978-3-7917-3144-5, 16,95 € [D], 17,40 € [A]

 

Ordensfrau in Ordenstracht, wendet der Kamera den Rücken zu

Vom Ordensleben in Mitteldeutschland
Die Schwestern von der heiligen Elisabeth

Wenn „normale“ Menschen Ordensleuten begegnen, kann das zu eigenartigen Situationen führen. Vor Jahren erzählte eine Schwester, wie sie einmal jemandem entgegnet habe, der mit sehr festgelegten Vorstellungen auf sie zugekommen sei. „Sprechen Sie jetzt mit der Tracht, oder mit der, die sie trägt?“
Ein Kunstbuch, das 2019 im Mitteldeutschen Verlag in Halle erschienen ist und von Ordensfrauen berichtet, zeigt auf beeindruckende Weise, wie das gelingen kann: ein einfühlsames Gespräch mit Menschen, die in unserer Welt eine alles andere als gängige Lebensform gewählt haben. Marco Warmuth (Fotos) und Tina Pruschmann (Text) haben die Schwestern von der heiligen Elisabeth über zwei Jahre begleitet und jede von ihnen portraitiert. Herausgekommen ist ein Band, der das außergewöhnliche Leben dieser markanten Frauen lebhaft und authentisch vor dem Auge des Lesenden erstehen lässt. Vom Grundimpuls der Gemeinschaft, bedürftige Kranke unentgeltlich zu pflegen – inspiriert von der heiligen Elisabeth von Thüringen –, bis hin zum Geschick so vieler Orden heutzutage, die mit Nachwuchsmangel konfrontiert sind: all das kommt im Buch zur Sprache, und doch stets rückgebunden an den je eigenen Lebensweg jeder Schwester, die überraschend unterschiedlich ausgefallen sind. Was bedrückt, ist: die Schwestern wissen, dass sie zumindest in Deutschland die letzte Generation ihrer Gemeinschaft sind. Tröstlich hingegen das Ja zu dieser Lebensform, das trotz der fehlenden Zukunft in vielen Farben berührend aufscheint.

Johannes Bernhard Uphus

Marco Warmuth, Tina Pruschmann, gottgewollt. Das Leben der Ordensschwestern von der heiligen Elisabeth, Mitteldeutscher Verlag, Halle 2019, Bild-Text-Band, geb., 200 × 260 mm, 320 S., ISBN 978-3-96311-219-5, 60 € (D), 61,70 (A)

 

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