Aktuelles


Auf dieser Seite finden Sie neben aktuellen Terminen und Informationen auch Hinweise auf beachtenswerte Publikationen. Weitere Seiten mit Bezug zum laufenden Monat: der Inhalt der aktuellen Ausgabe und ein liturgischer Kalender für das deutsche Sprachgebiet mit einer ganzjährigen Namenstagsübersicht.
 

Gebetsanliegen des Papstes
 

Papst Franziskus, umringt von Menschen auf dem Petersplatz, Foto: DunnPapst Franziskus, umringt von Menschen auf dem Petersplatz,
Foto: Morgan Dunn – Eigenes Werk (Ausschnitt), CC BY-SA 4.0
https://t1p.de/2jfh


Gebetsanliegen für März 2021

– Beten wir darum, das Bußsakrament in neuer Tiefe erfahren zu dürfen, um so die grenzenlose Barmherzigkeit Gottes besser zu verkosten.

Weitere Informationen zum monatlichen Gebetsanliegen sowie geistliche Kurzimpulse für jeden Tag finden Sie auf den Internetseiten des Weltweiten Gebetsnetzwerks des Papstes.

Monatlich wird vom Vatikan ein zentrales Gebetsanliegen veröffentlicht, das der Heilige Vater allen Glaubenden ans Herz legt. Eine Möglichkeit, sich mit dem Papst im aktuellen Gebet zu verbinden, bietet ferner die Dokumentation von Audienzen und Angelusgebeten auf den Seiten der vatikanischen Informationsdienste – dort lässt sich nachverfolgen, in welchen aktuellen Anliegen Papst Franziskus gebetet hat.

 

Ökumenischer Fürbittkalender
 

Diese Woche beten wir für



In Gottes Händen
Glaubende weltweit beten füreinander

„Das Gebet ist das Herzstück der ökumenischen Bewegung“, heißt es auf den Internetseiten des Ökumenischen Rates der Kirchen zum Ökumenischen Fürbittkalender. „Jesus hat darum gebetet, dass wir eins sein mögen, geeint in Gott im Geheimnis der Dreieinigkeit. Dies ist die Grundlage und das Ziel unseres Strebens nach Einheit.“

Weil der Anfang dieser Einheit im Gebet liegt, ja, weil das Gebet füreinander diese Einheit im Anfang schon ist, lädt der Ökumenische Fürbittkalender ein, im Jahreslauf aller Gegenden der Erde zu gedenken. Sich im Gebet mit Glaubenden in aller Welt zu verbinden, das heißt, einander Gottes Hand anzuvertrauen. Es heißt auch, Bewusstsein füreinander zu entwickeln. Sehen zu lernen, in welcher Lage sich andere Menschen befinden und was sie uns zu sagen und mitzugeben haben.

Wenn Sie im Fenster „Diese Woche beten wir für…“ auf die Ländernamen klicken (am besten mit Rechtsklick einen neuen Tab öffnen), werden Sie zur Webpräsenz des Weltkirchenrats – www.oikoumene.org – weitergeleitet. Auf der entsprechenden Seite finden Sie Anregungen für Ihr fürbittendes Gebet, die auf die betreffende Erdregion zugeschnitten sind.

Den Anregungen zugrunde liegt der ökumenische Fürbittkalender In Gottes Hand. Gemeinsam beten für die Welt. Gebete aus der weltweiten Ökumene / in Zusammenarbeit mit dem Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) hrsg. von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK). Aus dem Englischen übersetzt von Friederike Gralle, Frankfurt/Main: Lembeck, Paderborn: Bonifatius 2008.

 

Termine
 

 

 

Informationen

 

Gesticktes Röntgenbild eines mehrfach gebrochenen Fußes, umgeben von goldenen Nähten und BlumenDas MISEREOR-Hungertuch 2021 „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ von Lilian Moreno Sánchez · © Härtl/MISEREOR

Umdenken: Kirchliche Aktionen für die Fastenzeit

Am 17. Februar, dem Aschermittwoch, startet die bereits seit über 30 Jahren laufende Fastenaktion der evangelischen Kirche „Sieben Wochen ohne“. „Spielraum! Da geht noch was!“, lautet das Motto der diesjährigen Aktion. Mauern, die uns behindern, Ziele, die vergessen schienen, oder Wege, die wir bereits verlassen haben, sollen dabei wieder neu entdeckt werden. Als ein Plädoyer für mehr Offenheit und spielerische Leichtigkeit im Leben verstehen die Macher ihre Aktion. Die besondere Zeit vor Ostern soll damit zu einer Entdeckungsreise werden: Wie viel kindliche Unbefangenheit steckt in mir? Was für Träume habe ich – und was hält mich davon ab, sie zu verwirklichen? Dabei sollen auch die Erfahrungen der Corona-Pandemie aufgegriffen und Impulse dazu weitergegeben werden.
Alle Informationen sowie Bestellmöglichkeiten finden sich auf der Seite 7-wochen-ohne.de.

„wandeln“

Der ökumenische Verein „Andere Zeiten e.V.“, der auf den ehemaligen Leiter des Amtes für Öffentlichkeitarbeit in der Nordelbischen Kirche Hinrich G. Westphal zurückgeht und von ihm 1998 gegründet wurde, lädt mit seinen Angeboten dazu ein, die Zeiten und Feste des Kirchenjahres bewusst zu erleben und zu gestalten: „Wir möchten Menschen bei der Suche nach Gott und auf dem Weg ihres Glaubens begleiten: mit Texten und Bildern, mit Aktionen und Symbolen. Dabei ist uns der persönliche Kontakt zu unseren Lesern und Leserinnen wichtig, mit denen wir über Briefe, Gottesdienste oder das Internet im Gespräch sind.“ So lautet das Leitbild des Vereins, der nun schon seit einigen Jahren auch zwei Aktionen zur Fastenzeit anbietet: Die Aktion „7 Wochen anders leben“, die mit einer bebilderten Fastenbroschüre und sieben Fastenbriefen durch die Zeit begleitet, sowie den Fasten-Wegweiser „wandeln“, der für jeden Tag einen neuen Impuls bietet.
Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie unter www.anderezeiten.de.

Misereor-Hungertuch

Den Armen zu helfen und neue Perspektiven zu geben, ist das Anliegen der jährlichen Fastenaktion des Hilfswerkes Misereor. Seit mehr als 60 Jahren hat das bischöfliche Hilfswerk in über 100.000 Projekten dazu beigetragen, die Lebensbedingungen der ärmsten Menschen zu verbessern. Unter dem Motto „Es geht! Anders.“ will die diesjährige Fastenaktion zu spürbaren Schritten der Veränderung anregen und Geschichten von den Wegen des Wandels in Bolivien erzählen. Ein zentraler Bestandteil der Aktion, das Misereor-Hungertuch, greift in diesem Jahr auch die Corona-Krise auf. Die aus Chile stammende Künstlerin Lilian Moreno Sánchez hat ein Tuch gestaltet, das ein formal und farblich sehr reduziertes Bild zeigt und Symbole der Passion Christi in Schwarz-Weiß enthält. Zu sehen ist ein vielfach gebrochener Fuß als Bild für die Verletzlichkeit des Menschen. Basis des Bildes ist ein Röntgenbild, das den gebrochenen Fuß eines Menschen zeigt, der in Santiago de Chile bei Demonstrationen gegen soziale Ungleichheit durch die Staatsgewalt verletzt worden ist. Das eigentliche Werk ist auf drei Keilrahmen, die mit Bettwäsche bespannt sind, angelegt. Der Stoff stammt aus einem Krankenhaus und aus dem Kloster Beuerberg nahe München. Aber auch Zeichen der Heilung sind eingearbeitet: goldene Nähte und Blumen stehen für Solidarität und Liebe. Leinöl im Stoff verweist auf die Frau, die Jesu Füße salbt (Lk 7,37f.), und auf die Fußwaschung (Joh 13,14ff.). Das Hungertuch soll in Gemeinden, Schulen und Gruppen Raum für Kreativität und Dialog eröffnen. Es ist in zwei Größen als Tuch sowie als Kunstdruck bestellbar.
Infos sowie alle Bestellmöglichkeiten finden Sie unter www.misereor.de.

Marc Witzenbacher

 

Medienempfehlungen

 

Titelseite Christlicher Schöpfungsglaube heute

Handeln für die Schöpfung

Die Notwendigkeit, auf die Schöpfung zu achten und sich für deren Bewahrung einzusetzen, hat nach den Erfahrungen der Coronakrise eine neue Dringlichkeit bekommen. Plötzlich scheinen Dinge möglich, die zuvor noch für unwahrscheinlich gehalten wurden: eine nachhaltigere Mobilität, ein bewusstes Einkaufsverhalten, der Verzicht auf nicht notwendige Fernreisen und vieles andere mehr. Manche Forderungen, die Papst Franziskus in seiner Enzyklika „Laudato si’“ stellt, scheinen vor dem Hintergrund des Klimawandels und nun auch der Auswirkungen der Corona-Pandemie konkreter und umsetzbarer zu werden. Es ist möglich, sich einer „tötenden Wirtschaft“ und einer „Ausbeutung der Erde“ entgegenzustellen, wie es der Papst fordert.

Was bedeutet „Schöpfung“?

Aber was meint eigentlich die Rede von der „Schöpfung“? Wie können die biblischen Schöpfungserzählungen verstanden werden, die doch allen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu widersprechen scheinen? Welche Impulse gibt der Schöpfungsglaube für ein christliches Leben heute? Der Aachener Pastoraltheologe Stefan Voges hat in dem Band „Christlicher Schöpfungsglaube heute. Spirituelle Oase oder vergessene Verantwortung?“ Beiträge von Autorinnen und Autoren versammelt, die sich mit dem biblischen Begriff der Schöpfung auseinandersetzen und Impulse für eine aktuelle Form von Schöpfungsspiritualität geben. Dabei werden auch die sozialethischen Überlegungen aus der Enzyklika von Papst Franziskus aufgegriffen.

Eine Aufgabe der Menschheit

Die Autorinnen und Autoren legen in dem in der Edition Weltkirche erschienenen Buch großen Wert auf die ökumenische Vielfalt der Schöpfungsspiritualität, besonders auf die verschiedenen weltkirchlichen Traditionen. Auch wenn das Buch noch vor dem Ausbruch der Pandemie abgeschlossen wurde, geben die Beiträge zahlreiche Anregungen, die man jetzt teilweise völlig anders lesen und einordnen kann. Papst Franziskus verwies darauf in seiner Botschaft zum letztjährigen Gebetstag für die Schöpfung am 1. September 2020: Die gegenwärtige Krise biete die Möglichkeit, neue Lebensweisen zu entwickeln. Schließlich hätten die vergangenen Monate gezeigt, wie sich die Erde erholen könne, wenn man sie zur Ruhe kommen lasse. Vieles wird nun greifbarer und dringlicher, als es vor der Coronakrise noch schien. Das macht auch das vorliegende Buch so interessant und konkret. Denn die Frage des Untertitels, ob der Schöpfungsglaube denn mehr zu einer spirituellen Oase denn zu einer vergessenen Verantwortung geworden ist, beantwortet sich nun fast von selbst. Papst Franziskus forderte dazu auf, dass die Menschheit auf die Stimme der Erde hören und an den „ihr eigentlich zukommenden Platz in der natürlichen Ordnung“ zurückzukehren müsse. Gottes ursprünglicher Plan sehe vor, dass alle Menschen die Schöpfung in „freudiger Gemeinschaft“ annehmen, nicht in ungeordnetem Wettstreit. Das vorliegende Buch kann dafür viele gute Impulse geben.

Marc Witzenbacher

Stefan Voges (Hg.), Christlicher Schöpfungsglaube heute. Spirituelle Oase oder vergessene Verantwortung? Matthias Grünewald Verlag, Ostfildern 2020, 192 S., ISBN 978-3-7867-3226-6, 32,00 € (D), 32,90 € (A).

 

Titelseite Christsein und die Corona-Krise

Christsein und Coronakrise

Als „Weckruf für Hoffnung und Solidarität“ bezeichnet Papst Franziskus in seinem Vorwort den Sammelband „Christsein und die Coronakrise. Das Leben bezeugen in einer sterblichen Welt“, den Walter Kardinal Kasper und der Vallendarer Theologieprofessor George Augustin gemeinsam herausgegeben haben. Namhafte Theologen machen sich darin Gedanken über die Folgen und Auswirkungen der Coronakrise auf den christlichen Glauben.

Botschaft von der Überwindung des Todes

Walter Kardinal Kasper, langjähriger Bischof von Rottenburg-Stuttgart und zuletzt Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, sieht die Aufgabe der Kirche und der Theologie nicht darin, Vorschläge für eine „Exit-Strategie und für die Bewältigung der ökonomischen, sozialen und politischen Herausforderungen“ zu machen. Aber sie hätten die Pflicht, eine Grundorientierung zu bieten. Diese sieht Kasper vor allem in der Osterbotschaft, der Botschaft von der Überwindung des Todes durch den auferstandenen Christus. In seiner Nachfolge müsse die Kirche sich in Barmherzigkeit der konkreten Not annehmen. Neben Kurt Kardinal Koch, dem Nachfolger Kaspers im Amt des Präsidenten, sowie dem Bochumer Neutestamentler Thomas Söding, Jan-Heiner Tück, Karl Wallner und anderen, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln die Krise zu deuten versuchen, sieht der Prager Theologe Tomáš Halík die Pandemie als „ökumenische Erfahrung“, die insbesondere auf die Frage nach der gemeinsamen Eucharistie als „Brot der Pilger“ ein neues Licht werfe. Dass es keine eindeutige christliche Interpretation der Corona-Krise gibt, wird erneut in diesem Buch deutlich. Dass sie uns aber Impulse verleihen kann, die unseren Glauben auch weiterbringen, dafür geben die Autoren zahlreiche wesentliche Hinweise.

Marc Witzenbacher

Walter Kardinal Kasper/George Augustin (Hg.), Christsein und die Coronakrise. Das Leben bezeugen in einer sterblichen Welt, Matthias Grünewald Verlag, Ostfildern 2020, ISBN 978-3-7867-3244-0, 194 S., 18,00 € (D), 18,50 € (A)

 

Buchtitel Amos Oz Jesus und Judas

Sieh ganz genau hin!
Amos Oz zu Jesus und Judas

„Die anderen Jungen spielten Basketball oder stellten den Mädchen nach. Ich war in beidem ein hoffnungsloser Fall – doch ich fand Trost bei Jesus.“ (15f) So berichtet es Amos Oz (1939–2018), israelischer Autor von Weltrang, von seiner Jugend in einem Kibbuz. Obwohl das Neue Testament bis heute in jüdischen Schulen vielfach tabu ist, habe er als Sechzehnjähriger die Evangelien gelesen und dabei den Juden Jesus lieben gelernt, seine Vision, seine Zärtlichkeit, seinen Humor. Sein Großonkel Joseph Klausner (1874–1958), ein Begründer des modernen Zionismus, habe ihn – hierin im Gegensatz zu den meisten Juden – folgendes gelehrt: „Wann immer du eine Kirche oder ein Kreuz siehst, sieh ganz genau hin, denn Jesus war einer von uns, einer unserer großen Lehrer“ (12). Jesus von Nazaret als Juden wahrzunehmen, dafür plädiert Oz in seinem Vortrag, den er Ende Mai 2017 in Berlin gehalten hat, mit Nachdruck, und er richtet sich damit nicht nur an Christen, sondern gerade auch an Jüdinnen und Juden. Was er freilich auch herausstellt: die unselige Rolle, die das Judasbild der Evangelien für das Judentum in den vergangenen 2000 Jahren gespielt hat. „Judas“ sei zum Synonym für „Verräter“ und dann nahtlos auf alle Juden übertragen worden, was ihnen in der christlich beherrschten Welt Verachtung und Verfolgung, ja fast die Vernichtung gebracht habe. Insbesondere Judas’ Schilderung in den Passionserzählungen sei dafür verantwortlich – eine für seine Begriffe „jämmerlich schlecht geschriebene Story à la Hollywood“ (21f), der er in seinem Roman Judas eine für ihn plausiblere Sicht entgegenzusetzen versucht habe. Amos Oz wagt einen sehr persönlichen Blick auf die beiden nur scheinbaren Gegenspieler im Neuen Testament; sein leidenschaftliches Plädoyer lädt auch Christinnen und Christen dazu ein, sich neu mit ihnen zu befassen. Abgerundet wird das Bändchen mit zentralen Stellen aus dem Neuen Testament sowie einem Nachwort von Rabbiner Walter Homolka, Rektor des Abraham-Geiger-Kollegs in Potsdam, der die Geschichte der Jesus-Rezeption im Judentum nachzeichnet und nachdrücklich dafür plädiert, ihn als bedeutenden jüdischen Lehrer wahrzunehmen.

Johannes Bernhard Uphus

Amos Oz, Jesus und Judas. Ein Zwischenruf. Ins Deutsche übersetzt von Susanne Naumann. Mit einem Nachwort von Rabbiner Walter Homolka, Patmos Verlag Ostfildern, 5. Auflage 2019, 96 S., ISBN 978-3-8436-1051-3, ca. 12 € [D], 12,40 € [A]

 

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