Aktuelles


Auf dieser Seite finden Sie neben aktuellen Terminen und Informationen auch Hinweise auf beachtenswerte Publikationen. Weitere Seiten mit Bezug zum laufenden Monat: der Inhalt der aktuellen Ausgabe und ein liturgischer Kalender für das deutsche Sprachgebiet mit einer ganzjährigen Namenstagsübersicht.
 

Gebetsanliegen des Papstes
 



Gebetsanliegen für Oktober 2022

– Beten wir für eine Kirche, die treu und mutig das Evangelium verkündet, eine solidarische Gemeinschaft ist, jeden willkommen heißt und in einer Atmosphäre der Synodalität lebt.

Weitere Informationen zum monatlichen Gebetsanliegen sowie geistliche Kurzimpulse für jeden Tag finden Sie auf den Internetseiten des Weltweiten Gebetsnetzwerks des Papstes.

Monatlich wird vom Vatikan ein zentrales Gebetsanliegen veröffentlicht, das der Heilige Vater allen Glaubenden ans Herz legt. Eine Möglichkeit, sich mit dem Papst im aktuellen Gebet zu verbinden, bietet ferner die Dokumentation von Audienzen und Angelusgebeten auf den Seiten der vatikanischen Informationsdienste – dort lässt sich nachverfolgen, in welchen aktuellen Anliegen Papst Franziskus gebetet hat.

 

Ökumenischer Fürbittkalender
 

Diese Woche beten wir für



In Gottes Händen
Glaubende weltweit beten füreinander

„Das Gebet ist das Herzstück der ökumenischen Bewegung“, heißt es auf den Internetseiten des Ökumenischen Rates der Kirchen zum Ökumenischen Fürbittkalender. „Jesus hat darum gebetet, dass wir eins sein mögen, geeint in Gott im Geheimnis der Dreieinigkeit. Dies ist die Grundlage und das Ziel unseres Strebens nach Einheit.“

Weil der Anfang dieser Einheit im Gebet liegt, ja, weil das Gebet füreinander diese Einheit im Anfang schon ist, lädt der Ökumenische Fürbittkalender ein, im Jahreslauf aller Gegenden der Erde zu gedenken. Sich im Gebet mit Glaubenden in aller Welt zu verbinden, das heißt, einander Gottes Hand anzuvertrauen. Es heißt auch, Bewusstsein füreinander zu entwickeln. Sehen zu lernen, in welcher Lage sich andere Menschen befinden und was sie uns zu sagen und mitzugeben haben.

Wenn Sie im Fenster „Diese Woche beten wir für…“ auf die Ländernamen klicken (am besten mit Rechtsklick einen neuen Tab öffnen), werden Sie zur Webpräsenz des Weltkirchenrats – www.oikoumene.org – weitergeleitet. Auf der entsprechenden Seite finden Sie Anregungen für Ihr fürbittendes Gebet, die auf die betreffende Erdregion zugeschnitten sind.

Den Anregungen zugrunde liegt der ökumenische Fürbittkalender In Gottes Hand. Gemeinsam beten für die Welt. Gebete aus der weltweiten Ökumene / in Zusammenarbeit mit dem Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) hrsg. von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK). Aus dem Englischen übersetzt von Friederike Gralle, Frankfurt/Main: Lembeck, Paderborn: Bonifatius 2008.

 

Termine

 

Zwischen Ost- und Westpalas sowie dem Bergfried haben sich Menschen zum Stundengebet versammeltMittagslob im Burghof von Burg Rothenfels · © JBU

Jahrestagung des Ökumenischen Stundengebets
Stundengebet in Ost und West
Impulse für unser Beten aus Geschichte und Gegenwart

Ende Oktober findet dieses Jahr, turnusgemäß auf Burg Rothenfels, die Jahrestagung des Ökumenischen Stundengebets statt. Zum Programm heißt es im Tagungsflyer:

Mit über den Tag verteilten Gebeten machen sich Gläubige aller Religionen bewusst, dass sie in der Gegenwart Gottes leben. „Ich habe den Herrn beständig vor Augen. / Er steht mir zur Rechten, ich wanke nicht.“ (Ps 16,8)

Diese „Heiligung des Alltages“ ist schon seit Jahrhunderten in verschiedenen Traditionen und Formen bekannt und überliefert. Die Vorträge der Veranstaltung möchten Anstoß geben, den Blick über den eigenen Tellerrand zu wagen.

Die Impulse aus Geschichte und Spiritualität der westlichen Tradition des Stundengebetes können uns helfen zu verstehen, was wir beim Stundengebet eigentlich tun und warum wir es tun. Auch nach langjähriger Praxis können neue Sinnzusammenhänge und ein neues Verständnis für die innere Logik aufscheinen.

Die Impulse aus der ostkirchlichen Tradition können uns den Horizont für die Weite des Stundengebets öffnen. In den Rhythmen und Klängen der gesungenen Gebete wird uns der worthafte Sinn auch auf emotionale Weise und auf leiblicher Ebene vermittelt, da der Inhalt durch uns, wie durch ein Instrument, hindurchklingt.

Gemeinsam wollen wir in Fachvorträgen, Diskussion, Austausch – und vor allem feierlichem Gebet – voneinander lernen und Formen für die Zukunft entwickeln.

Das Netzwerk Ökumenisches Stundengebet ist 2008 auf Burg Rothenfels entstanden und versammelt am Stundengebet Interessierte aus unterschiedlichen Konfessionen im deutschen Sprachraum.

Johannes Bernhard Uphus

Termin: Do, 20.10.2022 bis So, 23.10.2022

oekumenisches-stundengebet.de
www.burg-rothenfels.de

 

 

Informationen

 

Screenshot Internetauftritt Vatikanische Museen

Virtueller Besuch im Vatikanischen Museum

Lange Zeit waren die Vatikanischen Museen wegen der Coronakrise geschlossen. Auch als sie wieder öffnen konnten, war es dennoch möglich, dass Besucher teilweise alleine durch die Gänge schlendern konnten, wo sich sonst die Menschenmassen durchdrängen. Doch nun haben die Vatikanischen Museen auch virtuelle Rundgänge bereitgestellt und können so auch online besucht werden.

Päpstliche Sammlungen

Mehr als 4.000 Skulpturen in Bronze, Stein oder Terrakotta wurden von den Päpsten im Lauf der Zeit gesammelt. Als Museen sind die Räumlichkeiten nun schon mehr als 500 Jahre im Einsatz. Am 14. Januar 1506 wurde Papst Julius II. berichtet, man habe auf dem Esquilin eine wunderbare Skulptur gefunden. Der kunstbesessene Papst schickte sofort einen Reiter in das Haus des Architekten Giuliano da Sagnallo und bat ihn, sich den Fund anzusehen. Michelangelo war zufällig auch gerade bei dem Architekten zu Besuch, sodass auch er sich auf den Weg machte. Sie hatten die berühmte Laokoon-Gruppe gefunden. Bis heute steht sie im Belvedere-Hof der Museen, wo die römische Marmor-Kopie einer ehemals aus Griechenland stammenden Bronze den Kampf des trojanischen Priesters Laokoon und seiner beiden Söhne gegen Seeschlangen darstellt. Immer mehr Besucher kamen angereist, um sich den Belvedere-Hof und die Skulptur anzusehen, die von einer nicht geringen Zahl weiterer Kunstwerke begleitet war. Mehr und mehr entwickelte sich so die antike Kunst als eigentlicher Schwerpunkt der Vatikanischen Museen.

Online durch das Museum

Auch wenn die Coronakrise einen Besuch in Rom und den Vatikanischen Museen nicht ermöglichen sollte, kann man sich einige Teile der Sammlungen nun auch online in virtuellen Rundgängen erschließen. Dabei sind die Gänge auch menschenleer und die Werke können aus unterschiedlichen Perspektiven angesehen werden. Die Rundgänge sind unter www.museivaticani.va auch auf Deutsch abrufbar. Mit der Zoomfunktion kommt man manchem Kunstwerk näher als wenn man im Museum präsent wäre.

Sammlung wächst stetig weiter

Die bedeutende Kunstsammlung der Päpste umspannt rund zwei Jahrtausende, denn nicht nur die Antike, sondern auch die moderne Kunst hat mittlerweile einen festen Platz in den Museen. Und die Sammlungen wachsen bis heute. Jüngst wurde das Werk „Golgota“ des brasilianischen Franziskanerbruders Sidival Fila in die Sammlung zeitgenössischer Kunst übernommen. Der Künstler, der dieses Werk 2019 auf der Biennale in Venedig ausgestellt hat, lebt in einem kleinen Konvent seines Ordens auf dem Palatin in Rom. Er arbeitet mit alten Stoffen aus Leinen, Seide oder Brokat und verarbeitet sie zu neuen Kunstwerken. Seine Kunst versteht er als Fortsetzung der franziskanischen Tradition, das Weggeworfene und Übriggebliebene einem neuen Nutzen zuzuführen. Insgesamt sind nun mehr als 50.000 Objekte aus zweitausend Jahren Kunstgeschichte in den Museen versammelt, die man entweder auf einem Fußmarsch von rund sieben Kilometern direkt in den Museen „erlaufen“, aber zum großen Teil nun auch bequem und hautnah online von zuhause aus erleben kann.

Marc Witzenbacher

 

 

Medienempfehlungen

 

Titelseite Auf den Spuren des göttlichen Seins

Reiseführer zu den mystischen Quellen der Bibel

Die Bibel lädt ständig zu neuen Erkenntnissen ein, sie offenbart unter einem veränderten Blick immer wieder neue Fundstücke und fordert dazu auf, diese Erkenntnis nicht für sich zu behalten. So erging es dem langjährigen Kommunikationstrainer und Sachbuchautor Manfred Bacher, wie er im Vorwort seines neuen Buchs „Auf der Spuren des göttlichen Seins. Fundstücke aus dem Alten und Neuen Testament“ schreibt. Seit Jahrzehnten beschäftigt sich der Theologe und Philosoph mit der christlichen und auch interreligiösen Mystik, doch wurden ihm viele Bibelstellen unter diesem Aspekt neu bewusst.

Neuer Blick auf bekannte Texte

Bacher geht es um die regelmäßige innere Einkehr, bei der eine Betrachtung unterschiedlicher Bibelstellen helfen kann. Einige davon hat er in seinem Buch versammelt und gibt einen Einblick in seine eigenen persönlichen Erfahrungen. Viele Aspekte sind ihm neu mit der „mystischen Brille“ aufgegangen, auch Texte aus Gesangbüchern und Gebeten gehören dazu. Ob es nun um Stichworte wie Nachfolge, Glaube und Vertrauen oder auch Liebe, Heiligkeit oder Erkenntnis geht, Bacher orientiert sich zunächst einfach an den Aussagen der biblischen Texte und bringt sie in direkten Zusammenhang mit dem eigenen alltäglichen Erleben. Dies macht Bachers Buch zu einem praktischen Ratgeber, den man immer wieder zur Hand nehmen kann, um sich auf seine Anleitung hin wieder ganz neu auf vielleicht vertraute und bekannte Bibelstellen einzulassen. „Nebenbei“ möchte Bacher durch die Einladung zur meditativen Beschäftigung mit der Bibel auch neue Zielgruppen für das spirituelle Angebot der Kirchen erschließen.

Marc Witzenbacher

Manfred Bacher, Auf den Spuren göttlichen Seins. Fundstücke aus dem Alten und Neuen Testament, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer 2021, 272 Seiten, ISBN 9783766629517, 15 € (D), 15,50 € (A)

 

Buchcover "Lebensfroh trotz schwieriger Kindheit", Blüte, Pastellfarben

Begegnung mit dem „Inneren Kind“

Wie kann es gelingen, trotz traumatisierender Erfahrungen in den ersten Lebensjahren Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu fassen? In ihrem Buch „Lebensfroh trotz schwieriger Kindheit“ zeigt die Pädagogin und Beraterin Dorothee Döring Wege und Möglichkeiten auf, Wunden und Altlasten der Kindheit zu überwinden. Döring gibt dazu konkrete Ratschläge und erzählt ermutigende Lebensgeschichten wie die der jahrelang gefangen gehaltenen Natascha Kampusch oder von Mario Adorf, der aus bitterer Armut zum Weltstar wurde. Döring ist überzeugt, dass der Mut, sich selbst noch in fortgeschrittenem Alter dem „Inneren Kind“ zu stellen, Wege in ein freies und unbeschwertes Leben eröffnet und mit der eigenen Lebensgeschichte versöhnen kann.

Marc Witzenbacher

Dorothee Döring, Lebensfroh trotz schwieriger Kindheit, Verlag Butzon & Bercker Kevelaer 2021, 172 Seiten, 16,00 € (D); 16,50 € (A); ISBN 978-3-7666-2946-3

 

Buchcover mit Vollmond über hügeliger Waldlandschaft

Lyrische Mondblütenlese

„Nacht liegt auf den fremden Wegen, / Krankes Herz und müde Glieder; – / Ach, da fließt, wie stiller Segen, / Süßer Mond, dein Licht hernieder.“ Wenn Heinrich Heine so den Mondenschein besingt (116), mag das manch einem unvertraut sanft, ja fast religiös vorkommen. Gewiss, der Mond ist Inbegriff romantischer Sehnsucht. Man erwartet sie vielleicht weniger von einem Heine, eher von Goethe oder Eichendorff; Beispiele hat Ulrich Maske im hier zu besprechenden Bande reichlich zusammengestellt. Doch darin erschöpft sich keineswegs, was an Motiven mit dem Mond verbunden wird. Allein Christian Morgensterns humoristische Galgenlieder geben davon beredtes Zeugnis, etwa wenn „der Trabant“ ob seines göttlichen Auftrags, deutschen Lesern durch Ähnlichkeit zu a oder z sein Ab- oder Zunehmen anzuzeigen, „ein völlig deutscher Gegenstand“ geworden sei. Genial dazu die Illustration von Franziska Harvey: ein dicker und ein dünner Zeitungsleser, jeweils mit Zylinder, unter der zu- und der abnehmenden Mondsichel oben; zwischen beiden der Vollmond mit Nickelbrille (22–23). Doch auch groteske und düstere Mondgedichte kommen in dem edel ausgestatteten Band zu Wort, etwa von Erich Mühsam oder Georg Trakl. Neben manch eigenen versammelt der Herausgeber Werke von Dichterinnen und Dichtern wie Annette von Droste-Hülshoff bis Frank Wedekind, von Else Lasker-Schüler bis Rio Reiser – eine faszinierende Blütenlese mondaffiner Lyrik.

Johannes Bernhard Uphus

Ulrich Maske (Hg.), Franziska Harvey (Ill.), Es war, als hätt der Himmel die Erde still geküsst. Gedichte aus fünf Jahrhunderten, in denen der Mond erscheint, Verlag GOYA, Hamburg 2021, 225 S., 25,00 € (D), ISBN 978-3-8337-3135-8

Dieses Buch ist bei GOYALiT auch als Hörbuch erhältlich, 3 CDs, 192:02 Minuten, 20,00 € (D), ISBN 978-3-8337-3134-1

 

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