Aktuelles


Auf dieser Seite finden Sie neben aktuellen Terminen und Informationen auch Hinweise auf beachtenswerte Publikationen. Weitere Seiten mit Bezug zum laufenden Monat: der Inhalt der aktuellen Ausgabe und ein liturgischer Kalender für das deutsche Sprachgebiet mit einer ganzjährigen Namenstagsübersicht.
 

Gebetsanliegen des Papstes
 

Papst Franziskus, umringt von Menschen auf dem Petersplatz, Foto: DunnPapst Franziskus, umringt von Menschen auf dem Petersplatz,
Foto: Morgan Dunn – Eigenes Werk (Ausschnitt), CC BY-SA 4.0
https://t1p.de/2jfh


Gebetsanliegen für Juni 2021

– Beten wir für die jungen Menschen, die sich mit Unterstützung einer christlichen Gemeinschaft auf die Ehe vorbereiten. Sie mögen wachsen in Liebe durch Großherzigkeit, Treue und Geduld.

Weitere Informationen zum monatlichen Gebetsanliegen sowie geistliche Kurzimpulse für jeden Tag finden Sie auf den Internetseiten des Weltweiten Gebetsnetzwerks des Papstes.

Monatlich wird vom Vatikan ein zentrales Gebetsanliegen veröffentlicht, das der Heilige Vater allen Glaubenden ans Herz legt. Eine Möglichkeit, sich mit dem Papst im aktuellen Gebet zu verbinden, bietet ferner die Dokumentation von Audienzen und Angelusgebeten auf den Seiten der vatikanischen Informationsdienste – dort lässt sich nachverfolgen, in welchen aktuellen Anliegen Papst Franziskus gebetet hat.

 

Ökumenischer Fürbittkalender
 

Diese Woche beten wir für



In Gottes Händen
Glaubende weltweit beten füreinander

„Das Gebet ist das Herzstück der ökumenischen Bewegung“, heißt es auf den Internetseiten des Ökumenischen Rates der Kirchen zum Ökumenischen Fürbittkalender. „Jesus hat darum gebetet, dass wir eins sein mögen, geeint in Gott im Geheimnis der Dreieinigkeit. Dies ist die Grundlage und das Ziel unseres Strebens nach Einheit.“

Weil der Anfang dieser Einheit im Gebet liegt, ja, weil das Gebet füreinander diese Einheit im Anfang schon ist, lädt der Ökumenische Fürbittkalender ein, im Jahreslauf aller Gegenden der Erde zu gedenken. Sich im Gebet mit Glaubenden in aller Welt zu verbinden, das heißt, einander Gottes Hand anzuvertrauen. Es heißt auch, Bewusstsein füreinander zu entwickeln. Sehen zu lernen, in welcher Lage sich andere Menschen befinden und was sie uns zu sagen und mitzugeben haben.

Wenn Sie im Fenster „Diese Woche beten wir für…“ auf die Ländernamen klicken (am besten mit Rechtsklick einen neuen Tab öffnen), werden Sie zur Webpräsenz des Weltkirchenrats – www.oikoumene.org – weitergeleitet. Auf der entsprechenden Seite finden Sie Anregungen für Ihr fürbittendes Gebet, die auf die betreffende Erdregion zugeschnitten sind.

Den Anregungen zugrunde liegt der ökumenische Fürbittkalender In Gottes Hand. Gemeinsam beten für die Welt. Gebete aus der weltweiten Ökumene / in Zusammenarbeit mit dem Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) hrsg. von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK). Aus dem Englischen übersetzt von Friederike Gralle, Frankfurt/Main: Lembeck, Paderborn: Bonifatius 2008.

 

Termine
 

Übersicht Morgen- und Abendgebet mit MAGNIFICAT

Morgen- und Abendlob mit MAGNIFICAT
Online-Workshop zum gemeinsamen Stundengebet

Sie möchten eine Gebetsgruppe gründen oder überlegen, mit Freunden oder Bekannten gemeinsam Stundengebet zu halten? Dann haben wir etwas für Sie:

  • Online-Workshop Wie fange ich an? Erste Schritte zum gemeinsamen Beten
  • Mit MAGNIFICAT-Chefredakteur Johannes Bernhard Uphus
    und Schriftleiter Friedrich Lurz
  • Am Donnerstag, dem 10. Juni 2021, um 18 Uhr

In der Corona-Pandemie sind reguläre Gemeindegottesdienste nur unter Auflagen und mit teils erheblichen Einschränkungen möglich. Der gelebte Glaube hat darum vielfach den Weg in die Hausgemeinschaft gefunden. Wie Sie mithilfe von MAGNIFICAT in Ihrer Familie, Ihrer Nachbarschaft oder Ihrem Freundeskreis gemeinsame Gebetszeiten gestalten können, darüber möchten wir mit Ihnen in Austausch kommen und Ihnen beratend zur Seite stehen.

Vor einiger Zeit haben wir eine Übersicht zum Stundengebet erstellt, die das Beten in Gemeinschaft unterstützen soll. Schon wenn die Hymnen und Psalmen abwechselnd gesprochen und die Lesungen vorgetragen werden, kann auch in Kleinstgruppen eine intensive Gebetsatmosphäre entstehen. Sie lässt sich z.B. durch das Singen von Liedern oder der Einladung zu freien (Für-)Bitten noch steigern.

Übrigens: Gebetsgruppen erhalten bei einer Mengenbestellung ab 5 MAGNIFICAT-Jahres-Abonnements und Lieferung an eine Adresse einen Vorzugspreis, den wir Ihnen auf Anfrage gern mitteilen.

Sie möchten an unserem Online-Workshop teilnehmen?

  • Dann melden Sie sich gleich per E-Mail an: redaktion@magnificat.de – oder nutzen Sie unser Kontaktformular!
  • Laden Sie sich die Übersicht „Morgen- und Abendgebet mit MAGNIFICAT“ als pdf-Datei herunter, indem Sie auf nebenstehendes Foto klicken.
  • Oder bestellen Sie die Übersicht als A3-Druck, wenn Sie sich per E-Mail oder über das Kontaktformular anmelden.

 

 

Informationen

 

Weihbischof Heinrich JanssenWeihbischof Heinrich Janssen · © Bistum Münster / Gerry Seybert

Weihbischof Heinrich Janssen zum Gedenken

Über fast fünfzehn Jahre hat Weihbischof Heinrich Janssen unsere Arbeit als geistlicher Beirat und Schirmherr begleitet. So oft er es einrichten konnte, hat er an unseren Redaktionstreffen teilgenommen. Seine offene und humorvolle Anteilnahme trug stets zu einer fruchtbaren Arbeitsatmospähre bei; seiner Menschenkenntnis und geistlichen Tiefe verdankt unsere Monatsschrift wichtige Impulse.

Am 27. Mai, dem Gedenktag des heiligen Augustinus von Canterbury, ist Bischof Heinrich Janssen im Alter von 88 Jahren in seiner Heimat Kevelaer gestorben. Seine zugewandte Art, wie sie sich in den Worten Alkuins spiegelt, bleibt uns unvergessen.

Für die Redaktion
Johannes Bernhard Uphus

 

Jesus, Sohn Davids,
erbarme dich meiner.
Erleuchte du meine Augen,
dass ich den Weg zu dir finde.
Mach du meine Schritte fest,
dass ich vom Weg nicht abirre.
Öffne du meinen Mund,
dass ich von dir spreche.
Du willst, dass ich meine Mitmenschen liebe.
Lass mich ihnen so dienen,
dass sie ihr Heil finden
und in deine Herrlichkeit gelangen.

Alkuin, † 804

 

Youtube-Screenshot: ein Mann bläst Flügelhorn hoch über einem FlussVideo zum Choral „Stern, auf den ich schaue" · Quelle: erdgasheizung, youtube

Neue Lieder singen

„Wer singt, betet doppelt!“, sagt der heilige Augustinus. Wie ist es bei Ihnen? Singen Sie gern? Wenn ja, möchte ich Ihnen heute einen ganz konkreten Tipp fürs Stundengebet mit MAGNIFICAT geben. Einige Lieder, die wir als Hymnen verwenden, werden Sie gewiss kennen. Andere haben Sie vielleicht schon einmal im Gotteslob gesehen, wieder andere sind Ihnen gänzlich neu. Weil sie aus dem Anhang einer anderen Diözese oder dem Evangelischen Gesangbuch (EG) kommen oder aus laufend neu erscheinenden Veröffentlichungen zum Neuen Geistlichen Lied. Hier kann es sehr helfen, bei den beliebten Streamingdiensten nachzusehen; denn bei youtube oder spotify findet sich (neben vielem anderen) unglaublich viel geistliche Musik. Tragen Sie einfach den Titel oder Textanfang ins entsprechende Suchfeld ein. Sie werden erstaunt sein, wie viel Sie dort finden. Auf diese Weise können Sie sich gut in neue Stücke einhören und zur Übung mitsingen. Das heißt freilich nicht, dass Sie singen müssen. Es liegt ganz bei Ihnen – wenn Sie das Lesen vorziehen, hat das genauso sein Recht.

Johannes Bernhard Uphus

 

Medienempfehlungen

 

Zwei Liederbücher SichtWeisen versetzt übereinander

SichtWeisen: Kirchentags-Liederbuch lädt zum Mitfeiern ein

SichtWeisen heißt das Liederbuch für den 3. Ökumenischen Kirchentag 2021 in Frankfurt am Main. Gemeinsames Singen eröffnet neue Blickrichtungen – und Sichtweisen – und ist eine Basis der Ökumene. Das Liederbuch pflegt altes und neues Liedgut gleichermaßen und berücksichtigt, was für unsere Kirchen wichtig ist: Vielfalt und Offenheit. Ein Teil der im Buch enthaltenen Lieder ist neu in einer Ökumenischen Liederwerkstatt für den 3. Ökumenischen Kirchentag entstanden.

Besonderes Augenmerk wurde in der Erarbeitungsphase auf die Tagzeitengebete gerichtet, die sich in einem Textteil finden. Sie nehmen einerseits Bewährtes auf, wagen andererseits auch Neues. Sie eignen sich besonders, um dezentral kleine Gottesdienste zu feiern, sei es in der eigenen Gemeinde, sei es in einem Hauskreis.

Das Liederbuch SichtWeisen können Sie direkt im Shop des Ökumenischen Kirchentags bestellen, wenn Sie auf nebenstehendes Bild klicken. Für Gruppen und Gemeinden gibt es umfangreich gestaffelte Preise.

 

Titelseite Christlicher Schöpfungsglaube heute

Handeln für die Schöpfung

Die Notwendigkeit, auf die Schöpfung zu achten und sich für deren Bewahrung einzusetzen, hat nach den Erfahrungen der Coronakrise eine neue Dringlichkeit bekommen. Plötzlich scheinen Dinge möglich, die zuvor noch für unwahrscheinlich gehalten wurden: eine nachhaltigere Mobilität, ein bewusstes Einkaufsverhalten, der Verzicht auf nicht notwendige Fernreisen und vieles andere mehr. Manche Forderungen, die Papst Franziskus in seiner Enzyklika „Laudato si’“ stellt, scheinen vor dem Hintergrund des Klimawandels und nun auch der Auswirkungen der Corona-Pandemie konkreter und umsetzbarer zu werden. Es ist möglich, sich einer „tötenden Wirtschaft“ und einer „Ausbeutung der Erde“ entgegenzustellen, wie es der Papst fordert.

Was bedeutet „Schöpfung“?

Aber was meint eigentlich die Rede von der „Schöpfung“? Wie können die biblischen Schöpfungserzählungen verstanden werden, die doch allen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu widersprechen scheinen? Welche Impulse gibt der Schöpfungsglaube für ein christliches Leben heute? Der Aachener Pastoraltheologe Stefan Voges hat in dem Band „Christlicher Schöpfungsglaube heute. Spirituelle Oase oder vergessene Verantwortung?“ Beiträge von Autorinnen und Autoren versammelt, die sich mit dem biblischen Begriff der Schöpfung auseinandersetzen und Impulse für eine aktuelle Form von Schöpfungsspiritualität geben. Dabei werden auch die sozialethischen Überlegungen aus der Enzyklika von Papst Franziskus aufgegriffen.

Eine Aufgabe der Menschheit

Die Autorinnen und Autoren legen in dem in der Edition Weltkirche erschienenen Buch großen Wert auf die ökumenische Vielfalt der Schöpfungsspiritualität, besonders auf die verschiedenen weltkirchlichen Traditionen. Auch wenn das Buch noch vor dem Ausbruch der Pandemie abgeschlossen wurde, geben die Beiträge zahlreiche Anregungen, die man jetzt teilweise völlig anders lesen und einordnen kann. Papst Franziskus verwies darauf in seiner Botschaft zum letztjährigen Gebetstag für die Schöpfung am 1. September 2020: Die gegenwärtige Krise biete die Möglichkeit, neue Lebensweisen zu entwickeln. Schließlich hätten die vergangenen Monate gezeigt, wie sich die Erde erholen könne, wenn man sie zur Ruhe kommen lasse. Vieles wird nun greifbarer und dringlicher, als es vor der Coronakrise noch schien. Das macht auch das vorliegende Buch so interessant und konkret. Denn die Frage des Untertitels, ob der Schöpfungsglaube denn mehr zu einer spirituellen Oase denn zu einer vergessenen Verantwortung geworden ist, beantwortet sich nun fast von selbst. Papst Franziskus forderte dazu auf, dass die Menschheit auf die Stimme der Erde hören und an den „ihr eigentlich zukommenden Platz in der natürlichen Ordnung“ zurückzukehren müsse. Gottes ursprünglicher Plan sehe vor, dass alle Menschen die Schöpfung in „freudiger Gemeinschaft“ annehmen, nicht in ungeordnetem Wettstreit. Das vorliegende Buch kann dafür viele gute Impulse geben.

Marc Witzenbacher

Stefan Voges (Hg.), Christlicher Schöpfungsglaube heute. Spirituelle Oase oder vergessene Verantwortung? Matthias Grünewald Verlag, Ostfildern 2020, 192 S., ISBN 978-3-7867-3226-6, 32,00 € (D), 32,90 € (A).

 

Titelseite Christsein und die Corona-Krise

Christsein und Coronakrise

Als „Weckruf für Hoffnung und Solidarität“ bezeichnet Papst Franziskus in seinem Vorwort den Sammelband „Christsein und die Coronakrise. Das Leben bezeugen in einer sterblichen Welt“, den Walter Kardinal Kasper und der Vallendarer Theologieprofessor George Augustin gemeinsam herausgegeben haben. Namhafte Theologen machen sich darin Gedanken über die Folgen und Auswirkungen der Coronakrise auf den christlichen Glauben.

Botschaft von der Überwindung des Todes

Walter Kardinal Kasper, langjähriger Bischof von Rottenburg-Stuttgart und zuletzt Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, sieht die Aufgabe der Kirche und der Theologie nicht darin, Vorschläge für eine „Exit-Strategie und für die Bewältigung der ökonomischen, sozialen und politischen Herausforderungen“ zu machen. Aber sie hätten die Pflicht, eine Grundorientierung zu bieten. Diese sieht Kasper vor allem in der Osterbotschaft, der Botschaft von der Überwindung des Todes durch den auferstandenen Christus. In seiner Nachfolge müsse die Kirche sich in Barmherzigkeit der konkreten Not annehmen. Neben Kurt Kardinal Koch, dem Nachfolger Kaspers im Amt des Präsidenten, sowie dem Bochumer Neutestamentler Thomas Söding, Jan-Heiner Tück, Karl Wallner und anderen, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln die Krise zu deuten versuchen, sieht der Prager Theologe Tomáš Halík die Pandemie als „ökumenische Erfahrung“, die insbesondere auf die Frage nach der gemeinsamen Eucharistie als „Brot der Pilger“ ein neues Licht werfe. Dass es keine eindeutige christliche Interpretation der Corona-Krise gibt, wird erneut in diesem Buch deutlich. Dass sie uns aber Impulse verleihen kann, die unseren Glauben auch weiterbringen, dafür geben die Autoren zahlreiche wesentliche Hinweise.

Marc Witzenbacher

Walter Kardinal Kasper/George Augustin (Hg.), Christsein und die Coronakrise. Das Leben bezeugen in einer sterblichen Welt, Matthias Grünewald Verlag, Ostfildern 2020, ISBN 978-3-7867-3244-0, 194 S., 18,00 € (D), 18,50 € (A)

 

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